Mindset Change – wie ein politischer Unfall 🚑

Oder: Warum wir immer noch bremsen, obwohl die Kurve längst da ist.

Mindset Change.
Viele sehen darin keine Notwendigkeit.
Manche lehnen es als Blödsinn ab.
„Brauchen wir nicht.“
„Haben wir schon immer so gemacht.“

Und ehrlich gesagt: Das überrascht nicht. Gefühlt gehören rund 90 % genau zu dieser Gruppe. Es gibt keine Statistik für ein „altes Mindset“ – aber zahlreiche Studien zeigen: Je höher Verantwortung, Absicherung und Systembindung, desto geringer die Bereitschaft, Denkmodelle grundlegend zu hinterfragen.

Wir sind schon lange auf der Erde, gut eingefahren – wie ein Fahrrad, das seit Jahrzehnten dieselben Wege fährt. Stabil, vertraut, zuverlässig. Warum also etwas ändern?

Das Problem: Die Welt ist weitergefahren

Aus einer anderen Perspektive wird allerdings deutlich:
Entscheidungen werden immer langsamer, Anforderungen immer komplexer.
Viele der Systeme, auf denen wir heute noch arbeiten – ERP-Systeme, CMS, Microsoft, Adobe – stammen im Kern aus den 1990er-Jahren.

Wir versuchen also, eine hochvernetzte, dynamische Welt mit Denkmodellen und Werkzeugen zu steuern, die aus einer Zeit kommen, in der das Faxgerät als Innovation galt.

Das funktioniert eine Weile.
Dann kracht es.

Zusammenarbeit hat sich längst geändert – nur unser Denken nicht

Arbeit funktioniert heute nur noch gemeinsam.
Interdisziplinär. Vernetzt. Auf Augenhöhe.

Und trotzdem ringen wir täglich mit denselben Fragen:

  • Wie arbeitet man wirklich wertschätzend zusammen?
  • Wie kommt man aus dem eigenen Egotrip heraus – „Ich weiß es besser“?
  • Wie lässt man andere Meinungen zu?
  • Wie baut man kollektive Verantwortung auf – vielleicht sogar im Sinne einer Genossenschaft?

Spannend ist: Wir wissen längst, dass es funktioniert.
Schulen zeigen es uns. Lernformate wie der Frei Day machen sichtbar, was passiert, wenn Selbstwirksamkeit, Verantwortung und eigenes Lernen erlaubt sind: Motivation steigt, Lernen wird relevant, Menschen übernehmen Verantwortung.

Was nicht mehr funktioniert:
Alles vorzugeben – so wie bei Maschinenbedienern zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Und trotzdem:

  • Wir haben das Schulsystem kaum verändert
  • Potenzialentfaltung ist in der Wirtschaft eher ein Schlagwort als Realität
  • Flache Hierarchien stehen auf Folien, nicht im Alltag

Alle wissen, dass wir es brauchen.
Kaum jemand weiß, wie man es lernt.

Mindset Change ist lernbar – wenn man ihn wirklich zulässt

Die gute Nachricht ist: Mindset Change ist kein Zufall und kein Talent, sondern lernbar. Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, wie Selbstwirksamkeit, Verantwortung und gemeinsames Lernen entstehen, findet seit Jahren fundierte Praxis bei der Akademie für Potentialentfaltung.

Dort wird erforscht und erprobt, wie Menschen – in Schulen, Organisationen und ganzen Systemen – aus alten Mustern aussteigen und neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln können. Nicht über Vorgaben, sondern über Vertrauen, Beziehung und Verantwortung. Genau diese Fähigkeiten fehlen uns heute in Politik, Wirtschaft und Bildung am meisten.
https://akademiefuerpotentialentfaltung.org/

Mindset Change kann man lernen – und sogar testen

Wer nicht nur darüber lesen, sondern den eigenen Mindset Change konkret erleben oder überprüfen möchte, findet mit mit One Stop Transformation einen praxisnahen Einstieg.

Dort lässt sich testen, wo man selbst – oder die eigene Organisation – im Veränderungsprozess steht. Nicht theoretisch, sondern entlang realer Transformationsfähigkeit. Genau das fehlt oft zwischen Erkenntnis und Umsetzung.

Politik als Spiegel – der Mindset-Unfall

Ein Blick in die Politik reicht, um zu verstehen, was passiert, wenn alte Denkweisen dominieren.
Die jüngsten Entscheidungen rund um den Rentenpakt – insbesondere innerhalb der CDU/CSU – wirkten wie ein politischer Unfall.

Die Junge Union, nicht gerade bekannt als radikal progressiv, liberal oder als Treiber von Innovation und Wachstum, wollte laut dagegen stimmen. Eigentlich konsequent. Und dann?
Einige fielen zurück in alte Muster. In alte Denkweisen. In vertraute Reflexe.

Was wir hier sehen, ist kein Einzelfall.
Es ist ein Spiegelbild dessen, was in Politik, Wirtschaft und Bildung gleichzeitig passiert.
Die Verharrungskräfte sind größer als der Mut, neu zu denken.

Seit 2010 nicht verstanden, was passiert ist

Die Welt hat sich gravierend verändert.
Wir auch.
Aber wir reagieren, als wäre nichts passiert.

Wir schimpfen über Klimamaßnahmen, statt sie als wirtschaftliche Chance zu begreifen.
Unternehmer schimpfen über Bürokratie (ja, sie ist zu viel), Fachkräftemangel (der weiter wächst) oder Energiekosten – obwohl diese mit anderem Denken und neuen Modellen deutlich günstiger sein könnten.

Verbände benennen diese Probleme oft sehr klar. Doch Kritik allein verändert keine Systeme.

Transformation entsteht nicht durch Kritik – sondern durch Handeln

Eine Transformation lässt sich nicht herbeikritisieren.
Auch Verbände bewegen nichts, wenn sie ausschließlich Missstände benennen. Veränderung entsteht erst dort, wo man selbst vorangeht – mit einem anderen Mindset, mit neuen Arbeitsweisen, mit konkretem Handeln.

Wenn Verbände zeigen, wie es besser geht, ziehen andere nach. Nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung.
Mindset Change beginnt nicht mit Appellen, sondern mit Vorbildern – auch und gerade im BVMW und ähnlichen Organisationen.

Was heißt das für die Politik?

Die aktuelle Regierung hat strategische Fehler sehr früh gemacht.
Aber auch strukturell wurde falsch gedacht: Wirtschaft, Arbeit und Nachhaltigkeit wurden getrennt behandelt – obwohl sie zusammengehören.

Genau das wurde kritisiert. Paradox ist: Der Gedanke war richtig.

Ähnlich bei den populistischen Angriffen auf E-Auto und Wärmepumpe. Auch das sind politische Unfälle. Denn beide Konzepte sind technisch und systemisch korrekt. Das Problem liegt nicht in der Idee, sondern im Mindset, mit dem wir darüber sprechen.

Was passiert, wenn wir jetzt nichts tun?

Dann werden wir langsamer.
Defensiver.
Und wir verwechseln Verwalten mit Gestalten.

Wir werden zu Mangelverwaltern in einer Welt, die Gestalter braucht.

Und was wäre die Alternative?

Mut.
Gemeinsam.
Jetzt.

Wenn wir den Mindset Change auf allen Ebenen beschleunigen – in Bildung, Wirtschaft und Politik – dann verlassen wir den Zustand des Reagierens und werden wieder das, was wir sein könnten: Zukunftsgestalter.


🎄 Frohe Weihnachten – vielleicht eine gute Zeit zum Nachdenken.
🚀 Im Januar dann bitte mit Mut handeln.

Ich wünsche einen guten Start ins neue Jahr.

Mindset schlägt Maßnahmen – Warum der Koalitionsvertrag 2025 den Wandel verschläft

Bild: Created by FireFly: Symbolic scene of social transformation: A diverse group of people standing on a hill, overlooking a bright, open future. In the background, a city in transition.

Teaser:
Der Koalitionsvertrag 2025 klingt ambitioniert – Investitionen, Innovation, Transformation. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Es ist ein Vertrag des „Weiter so“. Was fehlt, ist das Fundament echter Erneuerung – ein neues Denken. Warum das gefährlich ist, und wie wir es besser machen könnten.


Deutschland 2025 – Warum die alte Denke nicht mehr reicht

Wir leben in einer Zeit fundamentaler Umbrüche: Klimakrise, technologische Disruption, mentale Erschöpfung und gesellschaftliche Spaltung fordern uns heraus wie nie zuvor. Die gute Nachricht: Lösungen sind da – in Form von Technologien, Ideen und engagierten Menschen. Die schlechte: Unsere Denkweise hinkt hinterher.

Transformation ist heute keine Option mehr – sie ist Notwendigkeit. Doch sie beginnt nicht mit Gesetzen. Sie beginnt im Kopf.


Der Koalitionsvertrag 2025: Gute Sprache, schwache Wirkung

Der neue Koalitionsvertrag1 liest sich auf den ersten Blick modern: Es geht um Wasserstoff, Digitalisierung, Start-ups, Bildung, KI und Nachhaltigkeit. Alles wichtige Themen. Doch der Vertrag denkt in den alten Kategorien weiter:

  • Top-down statt Co-Creation.
  • Förderprogramme statt Kulturwandel.
  • Techniklösungen statt ganzheitliche Lernräume.

Das Resultat: ein pragmatischer Verwaltungskurs – aber keine Vision. Kein Mut, echte Strukturen neu zu denken. Kein Raum für die kollektive Lernreise, die wir brauchen.


Transformation wird rein technisch gedacht

Die Maßnahmen konzentrieren sich auf Investitionsfonds, Steuerpolitik, Energiepreise. Doch Transformation ist mehr als Technik und Kapital.

Was fehlt:

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Future Skills wie Kollaboration, Agilität, Selbstwirksamkeit
  • Räume für Beteiligung, Partizipation und Experimente
  • Neue Führungskultur in Politik, Wirtschaft und Verwaltung
  • Verbindung zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Kurz: Der Wandel wird verwaltet – nicht gestaltet.


Wenn alte Strategien als Lösung verkauft werden

Ein Blick in die wirtschaftspolitischen Forderungen des BVMW zur Bundestagswahl 2025 zeigt ein ähnliches Bild​2 gefordert werden Steuersenkungen, verkürzte Abschreibungsfristen, weniger Bürokratie. Alles klassische Instrumente der Angebotsökonomie – aus einer Zeit, in der man glaubte, Wachstum sei allein durch günstige Rahmenbedingungen erzwingbar.

Doch solche Forderungen greifen zu kurz. Denn sie setzen voraus, dass Unternehmen schon bereit wären für Wandel – und sich nur der Staat ändern müsste. Aber der Wandel beginnt innen: in der Haltung, im Purpose, im Führungsstil, in der Lernbereitschaft von Organisationen selbst.

Wenn wir also wirklich Transformation wollen – in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft – dann braucht es nicht nur neue Gesetze, sondern eine neue Haltung. Und genau die sucht man in vielen Forderungspapieren noch vergeblich.


Warum Mindsets der eigentliche Schlüssel sind

Veränderung scheitert selten an Technik – sondern an Menschen. Genauer gesagt: an ihren Mindsets.

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Sicherheitsdenken, Perfektionismus und Fehlervermeidung. Doch was wir jetzt brauchen, ist das Gegenteil:

  • Mut zu Scheitern.
  • Freude am Lernen.
  • Offenheit für Neues.
  • Experimentierfreude.

Studien zeigen: In Deutschland fehlt es an mentaler Veränderungsfähigkeit – über alle Bereiche hinweg: Bildung, Verwaltung, Wirtschaft.

Bildung als Testlabor für den Wandel

Ein Gegenmodell zeigt sich dort, wo Transformation ernst genommen wird – z. B. in Projekten wie Schule im Aufbruch3​.

Hier entstehen ganzheitliche Schulkonzepte auf Basis von:

  • Selbstwirksamkeit statt Leistungsdruck
  • Kollaboration statt Frontalunterricht
  • Sinnorientierung statt Paukerei

Diese Schulen entwickeln sich zu echten Zukunftslaboren – mit Wirkung weit über das Klassenzimmer hinaus. Warum ist das nicht der Standard?


Wo sind die Changemaker?

In allen Bereichen gibt es bereits Menschen, die neues Denken leben: Changemaker. Sie sind mutig, experimentell, kollaborativ, nachhaltig unterwegs. Doch oft bleiben sie an den Rändern, weil Strukturen ihren Ideen keinen Raum geben.

Die Politik müsste diese Menschen nicht nur anhören – sondern ihnen Bühne und Budget geben.

Denn nur mit dieser neuen Haltung kann aus Wandel Bewegung werden. Und aus Bewegung: Transformation.


Gute Veränderung wirkt als Einladung

Wenn Wandel gelingt – sei es in einer Schule, einem Unternehmen oder einer Kommune – entsteht mehr als nur ein neues Ergebnis: Es entsteht ein Vorbild. Und Vorbilder wirken ansteckend.

Transformation wird dann greifbar, wenn andere sehen: „So kann es gehen.“
Das motiviert zum Mitmachen, inspiriert zum Nachahmen und stärkt den Glauben daran, dass Veränderung nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist.

Deshalb braucht es mutige Vorangeher*innen – und eine Politik, die diesen Projekten Raum gibt, sie sichtbar macht und ihre Erfahrungen teilt. Denn kein noch so gutes Konzept ersetzt die Kraft echter Geschichten.


Fazit: Der Wandel beginnt nicht im Kanzleramt – sondern in unserem Denken

Der Koalitionsvertrag 2025 ist kein Rückschritt – aber auch kein echter Aufbruch. Er bietet Werkzeuge, aber kein neues Fundament. Er redet von Zukunft – bleibt aber im Gestern verhaftet.

Was fehlt, ist der radikale Perspektivwechsel.

Wenn wir Deutschland zukunftsfähig machen wollen, brauchen wir:

  • Bildung als Motor für Wandel
  • Changemaker als Vorbilder
  • Politik auf Augenhöhe
  • Strukturen, die Lernen ermöglichen
  • Mut zur Unsicherheit
  • Und: gute Beispiele, die Lust auf Nachahmung machen

Oder wie man es einfacher sagen kann:
Wir müssen lernen, neu zu denken.


Deine Meinung?

Was fehlt dir im aktuellen politischen Kurs?
Kennst du Beispiele, wo neues Denken bereits gelebt wird?
Lass es uns wissen – in den Kommentaren oder per Nachricht. Der Diskurs beginnt hier.


  1. https://www.csu.de/politik/beschluesse/koalitionsvertrag-von-cdu-csu-und-spd-2025/%3Fpdf ↩︎
  2. https://www.bvmw.de/uploads/topics/Steuern-und-Finanzen/Downloads/Forderungen-Steuern-und-Finanzen-Bundestagswahl-2025.pdf ↩︎
  3. http://www.schule-im-aufbruch.de ↩︎

Was macht uns glücklich – und was brauchen wir 2025?

Bild: Created by OpenAI Dall-E, Georg Eck – Thema: “Was macht uns glücklich – und was brauchen wir 2025?“

1. Januar 2025 – Was macht uns glücklich? Diese Frage begleitet uns seit Jahrhunderten und bleibt doch so individuell wie wir selbst. Laut Andrew Jebb von der Purdue University liegt die „Lebenszufriedenheit“ global betrachtet bei einem Jahreseinkommen von etwa 81.000 Euro – natürlich abhängig von Land und Lebensstandard. In Deutschland sollen es 76.000 Euro sein (im Focus-Artikel nachzulesen). Doch Glück ist mehr als finanzielle Sicherheit. Es hängt davon ab, wie wir unser Leben gestalten, wie wir uns mit anderen verbunden fühlen und wie wir unsere Werte in die Welt einbringen.

Ein inspirierendes Beispiel ist Dänemark, das oft als das glücklichste Land der Welt gilt (wissenschaft.de). 2025 wollen wir als Familie „Hygge“ erleben – Gemütlichkeit, Zusammengehörigkeit und das Schätzen kleiner Momente. Doch Dänemark glänzt auch in anderen Bereichen: In der Digitalisierung liegt es auf Platz 2 der EU-Länder, Deutschland auf Platz 13. Beim Anteil der E-Autos steht Dänemark auf Platz 1, Deutschland auf Platz 5. Was können wir von diesem Ansatz lernen, um Lebensfreude und Fortschritt auch bei uns zu fördern?

Co-Kreation und Verbundenheit: Die Basis für Resilienz

Die Antwort auf viele Probleme liegt in der Verbundenheit. Menschen möchten spüren, dass sie Teil eines größeren Ganzen sind. Co-Kreativität – das gemeinsame Entwickeln von Lösungen – entsteht, wenn wir Polarisierung hinter uns lassen und echte Zusammenarbeit fördern.

Zwei Beispiele zeigen, wie Verbundenheit unser Leben bereichern kann:

  1. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs):
    Diese globalen Leitplanken der UNESCO, der Staatengemeinschaft der Vereinten Nationen schaffen eine gerechtere und nachhaltigere Welt. Sie bieten eine Plattform für Veränderung, die Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen einbindet. Sie schaffen Arbeitsplätze, fördern Innovation und zeigen, wie die Zukunft aktiv gestaltet werden kann.
  2. Die Unverrückbarkeit von Grenzen seit dem Zweiten Weltkrieg:
    Frieden, Respekt und Zusammenarbeit – diese Prinzipien basieren auf dem Völkerrecht der Vereinten Nationen, das den Schutz der Grenzen weltweit stärkt. Dieses Abkommen erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Stabilität und Zusammenarbeit auch in unsicheren Zeiten zu bewahren. Vielleicht ist es an der Zeit, diese Werte noch weiter zu denken: Eine Welt, in der Grenzen, Menschen, Tiere und Natur gleichermaßen geachtet werden.

Bildung und Technologie: Die Schlüssel zur Zukunft

Bildung ist der Hebel, der alles bewegt. Sie muss endlich in den Mittelpunkt rücken – nicht nur in Wahlprogrammen, sondern in unserem Alltag. Wir brauchen Menschen, die kritisch denken, global vernetzt handeln und mutig neue Wege gehen. Bildung eröffnet Chancen und ebnet den Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Auch Technologie bietet enorme Potenziale. Klare Regeln wie der Green Deal, der auf eine zirkuläre Wirtschaft und Klimaneutralität abzielt, der EU AI Act und Cyber Resilience Act sind unverzichtbar, um Vertrauen zu schaffen und Technologien in Bahnen zu lenken, die ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig sind. Diese Leitplanken schaffen nicht nur Sicherheit, sondern auch Innovationsräume, in denen zukunftsfähige Lösungen entstehen können.

Mit Initiativen wie unserer Akademie und unserem Konsortium setzen wir darauf, Technologie für alle zugänglich zu machen. Unser Ziel: Menschen befähigen, neue Technologien zu verstehen, sie aktiv mitzugestalten und dabei Verantwortung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu übernehmen. Digitalisierung wird uns nicht nur effizienter machen, sondern auch den Fachkräftemangel entschärfen und Veränderungsprozesse beschleunigen. Gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern!

Evolution statt Revolution: Gemeinsam gewinnen

Veränderung beginnt nicht mit einem Knall, sondern mit Entschlossenheit und Teamgeist. Menschen sehnen sich nach Gerechtigkeit – nach einer Welt, in der ihre Stimme zählt. Doch diese Gerechtigkeit braucht sichtbare, konkrete Taten, um Vertrauen zu schaffen.

Ein Blick nach China zeigt, dass es in vielerlei Hinsicht kritisch betrachtet werden kann, aber auch, wie schnell Wandel möglich ist. Während in Deutschland 2024 etwa 2.000 Elektrobusse unterwegs sein werden, fährt allein in Shenzhen eine Flotte von 17.000 rein elektrischen Bussen. Dieses Beispiel zeigt: Wenn Visionen und konkrete Maßnahmen Hand in Hand gehen, können enorme Fortschritte erzielt werden – unabhängig von Hürden oder Vorurteilen.

Dabei spielt auch die Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Sie wird nicht verschwinden – im Gegenteil, sie ist der Motor für Veränderung. Ein starkes, gesamtgesellschaftliches digitales Mindset ist entscheidend, um diese Chance zu nutzen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können den Fachkräftemangel abmildern, Veränderungsprozesse beschleunigen und uns nachhaltiger sowie ressourcenschonender machen. Jetzt ist der Moment, diese Potenziale durch Bildung und Zusammenarbeit voll auszuschöpfen.

Fazit: Gemeinsam Chancen nutzen

Glück entsteht durch Verbundenheit, Bildung, lebenslanges Lernen und mutige Entscheidungen. Wenn wir 2025 glücklicher sein wollen, sollten wir uns darauf konzentrieren, was uns eint: weniger Polarisierung, mehr Zusammenarbeit und klare Schritte für nachhaltige Lösungen. Es ist entscheidend, gelingende Projekte und Maßnahmen sichtbar zu machen, um zu zeigen, dass Wandel möglich ist – und um andere zu inspirieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Die konsequente Umsetzung der SDGs, die Förderung von Co-Kreativität und ein digitaler Wandel, der alle mitnimmt, können uns helfen, die Jahre des Stillstands hinter uns zu lassen. Aber dafür braucht es nicht nur Träume – es braucht Taten. Jetzt.

Was wollen wir 2025 erreichen? Lass uns die Zukunft gestalten! Die Möglichkeiten sind da – du musst nur den ersten Schritt machen. Mach mit, und andere werden folgen. Gemeinsam schaffen wir Großes!

Klimakleber vs. Klimapolitik: Ein Paradox zwischen zivilem Ungehorsam und staatlichem Versagen

Bild: Created by AI Adobe Firefly, Georg Eck – Thema: “Klimakleber auf der linken Seite, die sich aus Protest auf die Straße kleben, und auf der rechten Seite Politiker…”**)

18. Mai 2024 – Einführung. In Deutschland spitzt sich der Konflikt um den Klimaschutz zu: Aktivisten der Deutschen Umwelthilfe und Klimakleber von Bewegungen wie der „Letzten Generation“ drängen mit drastischen Maßnahmen auf sofortige Änderungen. Gleichzeitig kämpft die Regierung vor Gericht gegen ihre eigenen Klimaziele, die sie zu erfüllen versprochen hat. Dieses Spannungsfeld offenbart ein beunruhigendes Paradoxon: Während die Aktivisten wegen zivilen Ungehorsams als Kriminelle gebrandmarkt werden, bleibt die Regierung trotz internationaler Verpflichtungen weit hinter den notwendigen Maßnahmen zurück. In diesem Blogartikel beleuchten wir die Ursachen und Konsequenzen dieses Konflikts und fragen uns, ob das eigentliche Verbrechen nicht das politische Versagen ist.

Gerichtliche Erfolge der Deutschen Umwelthilfe

Die Diskussion um Klimaschutz in Deutschland befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen aktiven zivilgesellschaftlichen Akteuren wie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und einer oft als unzureichend agierenden Regierung. Aktuelle Entwicklungen und gerichtliche Auseinandersetzungen illustrieren die Komplexität und Dringlichkeit des Themas.

Die Deutsche Umwelthilfe hat in jüngster Zeit mehrere gerichtliche Erfolge gegen die Bundesregierung errungen. Am 15. Mai 2023 berichtete die DUH, dass sie zwei Klimaklagen gegen die Bundesregierung gewonnen hat. Diese Urteile unterstreichen die Defizite der aktuellen Klimapolitik und den Druck auf die Regierung, ihre Maßnahmen zu verschärfen.

Reaktion der Bundesregierung

Statt die Urteile anzunehmen und sofortige Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes zu ergreifen, hat die Bundesregierung beschlossen, in Revision zu gehen. Dies wird von der DUH und anderen Umweltorganisationen als unverantwortlich kritisiert, da es die dringend notwendige Anpassung und Verschärfung der Klimaschutzmaßnahmen weiter verzögert.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und SDG 2030

Deutschland hat sich im Rahmen der UNESCO zu den Sustainable Development Goals (SDG) 2030 verpflichtet und einen Nationalen Aktionsplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) entwickelt. Dieser Plan zielt darauf ab, Nachhaltigkeit stärker in die Bildungsstrukturen zu integrieren und Bewusstsein für umweltfreundliches Handeln zu fördern.

Defizite der aktuellen Regierungspolitik

Trotz klarer Ziele und internationaler Verpflichtungen sind die tatsächlichen Maßnahmen der Regierung oft nicht ausreichend. Kritiker bemängeln insbesondere folgende Punkte:

  • Inkohärente Klimapolitik: Es gibt oft widersprüchliche Maßnahmen und einen Mangel an kohärenten Strategien, die langfristig wirksam sind.
  • Verzögerungstaktiken: Statt klare und schnelle Maßnahmen zu ergreifen, neigt die Regierung dazu, notwendige Schritte hinauszuzögern, wie die Revision gegen die Klimaurteile zeigt.
  • Fehlende Umsetzung der BNE-Ziele: Obwohl es einen Nationalen Aktionsplan gibt, fehlt es an der konsequenten Umsetzung und Integration von Nachhaltigkeitsbildung in alle Bildungsbereiche.

Notwendige Maßnahmen

Um den Klimaschutz wirksam voranzutreiben, sollte die Bundesregierung folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Einhaltung und Übertreffen der Klimaziele: Strikte Einhaltung der nationalen und internationalen Klimaziele und Überprüfung der Fortschritte.
  • Stärkung der Klimabildung: Verstärkte Integration von BNE in alle Bildungseinrichtungen und Förderung von Nachhaltigkeitsprojekten.
  • Förderung erneuerbarer Energien: Massive Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte, die CO2-Emissionen reduzieren.
  • Rechtsverbindliche Maßnahmen: Einführung verbindlicher gesetzlicher Regelungen zur Einhaltung von Klimaschutzmaßnahmen.
  • Transparente Kommunikation: Offene und transparente Kommunikation mit der Bevölkerung über die Fortschritte und Herausforderungen im Klimaschutz.

Fazit

Die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Umwelthilfe und der Bundesregierung zeigt die Notwendigkeit einer entschlosseneren Klimapolitik. Der Druck aus der Zivilgesellschaft und die Verpflichtungen aus internationalen Abkommen wie den SDGs erfordern ein schnelles und konsequentes Handeln der Regierung, um die Klimaziele zu erreichen und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Ziviler Ungehorsam und Straftaten

Das Spannungsfeld zwischen Klimaklebern und der deutschen Regierung ist vielschichtig und komplex. Es spiegelt nicht nur die rechtlichen und politischen Aspekte wider, sondern auch die gesellschaftlichen und moralischen Dilemmata.

Klimakleber, wie die Aktivisten der „Letzten Generation“, setzen auf zivilen Ungehorsam, um auf die Dringlichkeit des Klimawandels aufmerksam zu machen. Ihre Aktionen, wie das Festkleben auf Straßen oder an Gebäuden, sind oft als Straftaten klassifiziert, weil sie den öffentlichen Verkehr oder den Alltag erheblich stören.

Die Reaktion der Regierung

Die Regierung und Strafverfolgungsbehörden reagieren in der Regel mit der vollen Härte des Gesetzes auf diese Aktionen. Das Spannungsfeld entsteht hier aus mehreren Faktoren:

  • Ignoranz der Regierung: Viele Kritiker argumentieren, dass die Regierung die legitimen Anliegen der Klimabewegung ignoriert oder nicht ernst genug nimmt, was die Aktivisten zu drastischeren Mitteln treibt.
  • Rechtliche Konsequenzen: Während die Aktivisten für ihre Aktionen strafrechtlich belangt werden, stellt sich die Frage, ob die Unterlassung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen durch die Regierung nicht ebenfalls strafbar sein könnte. Dies würde voraussetzen, dass gesetzliche Vereinbarungen und Klimaziele bindend und rechtlich durchsetzbar sind.

Rechtliche und moralische Fragen

Es gibt mehrere rechtliche und moralische Fragen, die in diesem Spannungsfeld aufgeworfen werden:

  • Recht auf Protest: Das Recht auf Protest ist in demokratischen Gesellschaften verankert. Wenn jedoch friedliche Proteste ignoriert werden, sehen sich Aktivisten oft gezwungen, radikalere Maßnahmen zu ergreifen.
  • Verpflichtung der Regierung: Die Regierung hat die Verpflichtung, die Gesundheit und das Wohl ihrer Bürger zu schützen. Dies umfasst auch den Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Wenn die Regierung ihren Verpflichtungen nicht nachkommt, könnte dies als eine Form von Vernachlässigung angesehen werden.
  • Gerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit: Die Frage der Gerechtigkeit stellt sich, wenn Aktivisten hart bestraft werden, während die Regierung für die Unterlassung von Maßnahmen, die die Klimaziele betreffen, nicht zur Rechenschaft gezogen wird.

Fazit

Das Spannungsfeld zwischen den Aktionen der Klimakleber und der Reaktion der Regierung ist komplex und vielschichtig. Es zeigt, dass es neben den rechtlichen Aspekten auch moralische und gesellschaftliche Dimensionen gibt, die berücksichtigt werden müssen. Eine Lösung dieses Konflikts erfordert nicht nur rechtliche Klarheit, sondern auch ein stärkeres Engagement der Regierung für den Klimaschutz und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Anliegen der Bürger.

Resümee: Eine fehlertolerante Gesellschaft als Schlüssel zur Zukunftsgestaltung

Der Konflikt um den Klimaschutz in Deutschland offenbart ein tiefgreifendes Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Akteuren und ihren Handlungsweisen.

Interessen und Perspektiven

Es scheint, als halte die Politik oft an eigenen Interessen und überholten Strukturen fest, anstatt sich den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Dieser Mangel an Anpassungsfähigkeit und der Fokus auf Eigeninteressen verhindern eine notwendige Weiterentwicklung auf Augenhöhe und im Respekt gegenüber dem Gemeinwohl.
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) zeigt beim Thema Klimapolitik eine komplexe Haltung. Einerseits erkennt der Verband die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Energiewende an und fördert diese Themen aktiv, wie etwa beim „Zukunftstag Mittelstand 2024“. Andererseits betont der BVMW die Bedeutung einer wirtschaftsfreundlichen Umsetzung, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Mittelstands nicht gefährdet​​. Diese Balance zwischen ökologischer Verantwortung und ökonomischer Vernunft prägt die Position des BVMW in der Klimadebatte.

Protest und Reaktion

Die Klimaproteste und der zivile Ungehorsam werden oft als Gesetzesübertretungen dargestellt, sind es auch und mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt. Dies lenkt jedoch von den eigentlichen Ursachen der Proteste ab und stigmatisiert die Aktivisten, anstatt ihre Anliegen ernsthaft zu prüfen. Diese Reaktion zeigt ein Paradox: Statt zu lernen und sich weiterzuentwickeln, wird die Fehlertoleranz und Bereitschaft zur Selbstreflexion vernachlässigt.

Lernkurve – gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel

Eine fehlertolerante Gesellschaft würde es ermöglichen, aus Fehlern zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Viele Bürger sind bereit, diesen Lernprozess mitzugehen, da sie verstehen, dass die Welt und die notwendigen Maßnahmen sich schnell ändern. Es ist wichtig, anzuerkennen, dass wir nicht immer die richtigen Antworten haben und dass Fehler ein natürlicher Bestandteil des Lernprozesses sind. Nachhaltigkeit kann allerdings auch ein Wettbewerbsvorteil werden, wenn wir z.B. den Green Deal der EU wirklich aufnehmen und #einfachmachen.

Selbstwirksame Entwicklung für die Zukunft

Für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist es entscheidend, dass sowohl die Regierung, die Wirtschaft als auch die Gesellschaft eine Kultur der Fehlertoleranz und des gemeinsamen Lernens entwickeln. Eine selbstwirksame Entwicklung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, aus Fehlern zu lernen und bereit zu sein, kontinuierlich neu zu denken. Dies würde nicht nur das Vertrauen der Bürger stärken, sondern auch zu einer effektiveren und kohärenteren Klimapolitik führen.

Insgesamt zeigt der Blick von außen auf die Politik, Wirtschaft und Regierung, dass ein Wandel in der Haltung, Zielen und im Umgang mit Fehlern notwendig ist. Durch eine ehrliche Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern und eine lernbereite Haltung können wir gemeinsam eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft gestalten.

Quellen:

**) Bild zeigt Klimakleber auf der linken Seite, die sich aus Protest auf die Straße kleben, und auf der rechten Seite Politiker mit Dokumenten, die „SDG 2030“ und „Internationale Verpflichtungen“ markieren. Der Hintergrund veranschaulicht die globale Klimakrise mit Umweltsymbolen und einem Globus. Die Szene illustriert das Paradox und die Spannung zwischen den drastischen Maßnahmen der Aktivisten und den unzureichenden Handlungen der Politiker in einer deutschen Stadt. [Prompt erstellt von Georg Eck, unter Einsatz von chatGPT40 und umgesetzt mit der Technologie von FireFly.]


Verfasser: Georg Eck mit Unterstützung durch die Technologien von chatGPT40, Smart Information Agent und Firefly.

Mut zur Transformation: Wegbereiter einer ethisch-nachhaltig Zukunft – ein Blick zurück und nach vorn

Bild: Created by AI Adobe Firefly, Georg Eck – Thema: “Mut und Teamwork sind entscheidend …”**)

17. Dezember 2023 – Einführung. Wir stehen am Scheideweg der Geschichte, konfrontiert mit Herausforderungen, die unsere tiefste Aufmerksamkeit und kühnste Kreativität erfordern. Es ist eine Zeit, in der wir über den Tellerrand des Bestehenden hinausschauen müssen, um eine umfassende und nachhaltige Digitalisierung in unserer Wirtschaft voranzutreiben. Zugleich streben wir danach, aktiv die Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) zu unterstützen, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Dabei dürfen wir einen kritischen Faktor nicht außer Acht lassen: die Bildung.

Die Bildung ist das Herzstück des Wandels, den wir uns für eine blühende Zukunft ersehnen. In einer immer komplexer werdenden Welt brauchen wir Menschen, die bereit sind, neue Denkwege zu beschreiten, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu entwickeln, die sowohl ökonomisch als auch ethisch-nachhaltig sind. Lasst uns gemeinsam erkunden, wie Bildung und lebenslanges Lernen nicht nur Schlüsselkomponenten, sondern grundlegende Pfeiler für einen erfolgreichen Wandel sein können.


Historischer Wandel. Vor etwa 300 Jahren durchliefen wir einen tiefgreifenden Wandel: den Übergang von einer religiös geprägten zu einer ökonomisch-technischen Führung. Dieser Paradigmenwechsel brachte viele positive Entwicklungen mit sich, aber heute sehen wir auch, dass er zu Problemen geführt hat, die wir noch zu lösen haben. Wir stehen vor immensen Herausforderungen, die uns manchmal unlösbar erscheinen.

Laufende Transformationen. Wie damals, so nehmen auch die heutigen Transformationen Zeit in Anspruch, doch sie vollziehen sich mit einer beispiellosen Geschwindigkeit. In unserem Wohlstand laufen wir Gefahr, notwendige Veränderungen nicht zu erkennen, da unser Gehirn dazu neigt, am Status quo festzuhalten. Die drängende Frage lautet: Wie können wir unsere Denkweise, unsere „Gehirn-Programmierung“, ändern? Sind wir bereits auf dem Weg zu einem digitalen und nachhaltigen Mindset?

Unsere Programmierung ändern. Neurowissenschaftler unterstreichen, dass echte Veränderung nur dann möglich ist, wenn wir die direkten Konsequenzen unseres Handelns oder Nicht-Handelns wahrnehmen. Ohne diese Erkenntnis bleiben wir oft in unseren gewohnten Mustern verhaftet, da unser Gehirn Energie sparen möchte. Eine echte Transformation erfordert daher mehr als nur oberflächliche Veränderungen.

Bausteine einer erfolgreichen Transformation

  1. Partizipation und Einbeziehung: Jeder Beteiligte sollte aktiv am Veränderungsprozess teilnehmen und externe Organisationen einbezogen werden.
  2. Bewusstseinsbildung: Sowohl interne als auch externe Informationen sind entscheidend, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Wandels zu schärfen.
  3. Transparente Kommunikation: Klarheit und Offenheit in der Kommunikation sind unerlässlich, um Vertrauen aufzubauen und eine gemeinsame Vision zu entwickeln.
  4. Messbare Ergebnisse und Reflexion: Die Transformation muss anhand messbarer Ergebnisse bewertet und offen reflektiert werden, um daraus weitere Schritte abzuleiten.
  5. Mut: Ein oft übersehener, aber entscheidender Faktor, der das Entfalten des Potenzials und unkonventionelle Maßnahmen ermöglicht.

Die Rolle der Freiheit im Denken. Die Freiheit des Denkens ist ein leuchtender Leitstern auf unserem Weg zur Transformation. Sie ermutigt uns, überkommene Strukturen zu hinterfragen und neue, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Diese Freiheit ermöglicht es uns, das menschliche Potenzial voll auszuschöpfen und unsere Gesellschaft sowie Wirtschaft mutig und innovativ umzugestalten.

Betrachten wir beispielsweise die Bildung: Eine Umgestaltung überholter, bürokratischer Strukturen, wie der Kultusministerkonferenz, schafft Raum für frische und innovative Veränderungen. In der Wirtschaft bedeutet dies, dass Unternehmen sich nicht mehr nur auf die Führungskraft des CEOs verlassen, sondern Teams einbeziehen, um radikale, positive Veränderungen voranzutreiben (beispielsweise Bill Anderson bei BASF im Handelsblatt).

Maja Göpel, eine renommierte Transformationsforscherin, bringt es auf den Punkt: „Veränderung geht nur als Gemeinschaftswerk.“

Die Forderung nach Umgang mit Unbekanntem. Wir leben in einer Welt, die zunehmend von Komplexität und Unsicherheit geprägt ist. Dies erfordert die Entwicklung neuer Kompetenzen im Umgang mit dem Unbekannten, nicht nur in der Bildung, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft. Wir müssen neue Denk- und Lernstrategien entwickeln, um zukünftige Generationen auf eine sich ständig verändernde Welt vorzubereiten und in der Wirtschaft gemeinsam die besten Lösungen zu finden.

Die Bedeutung von Fehlerkultur und strategischem Teamarbeiten. Eine positive Fehlerkultur und strategisches Teamarbeiten sind wesentliche Säulen einer erfolgreichen Transformation. Sie ermutigen zum Experimentieren, Forschen und bieten den Freiraum für kreatives Denken. Dies sollte bereits in der Grundschule beginnen und durch innovative Lernformate wie den „Frei Day“ von Schule-im-Aufbruch gefördert werden, um eine nachhaltige Bildungsentwicklung zu ermöglichen.

Mut. Mut ist mehr als nur ein Wort – es ist eine Haltung, die uns dazu befähigt, überholte Gewohnheiten zu überwinden und neue Pfade des Lernens und Handelns zu beschreiten. Mut aktiviert unser Gehirn in einer Weise, die es uns ermöglicht, von alten, eingefahrenen Verhaltensweisen zu lernen und diese zu korrigieren.

Bild: Original + AI „Künstliche Intelligenz als tiefgreifender Moment der Selbsterkenntnis und existenziellen Reflexion“
©Anne* × DALL·E: Human & AI Dezember 2023, Georg Eck

Herausforderungen im Jetzt. Heute stehen wir vor Führungskräften in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, die die Notwendigkeit tiefgreifender Transformationen möglicherweise noch nicht vollständig erkannt haben. Dies birgt das Risiko, dass wir in die Falle technologischer Abhängigkeiten tappen, anstatt Mensch und Natur in den Mittelpunkt unserer Überlegungen zu stellen.

KI und Digitalisierung in der Wirtschaft und Bildung. Die rasante Entwicklung von KI und Digitalisierung in den letzten Jahren hat unsere Welt verändert. Als Experten in Kommunikation und Digitalisierung erkennen wir, dass eine multidimensionale Herangehensweise erforderlich ist. Wir müssen vom Ende her denken und eine ganzheitliche Umsetzung anstreben, die alle Beteiligten einbezieht und Potenziale voll ausschöpft.

Fazit. Wir stehen am Anfang einer „Ära der Nachhaltigkeit und Humanität“, eines ethisch-nachhaltig Paradigmenwechsels. Dieser Wandel erfordert Mut, alte Denkmuster zu überwinden und nachhaltige Lösungen zu suchen. Es ist an der Zeit, gemeinsam eine positive und nachhaltige Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur im Einklang existieren. Unsere Entscheidungen und Handlungen heute formen den Weg in diese neue Ära. Lassen Sie uns gemeinsam diesen mutigen Schritt in eine lebenswerte Zukunft wagen.


*) Meine Tochter Anne, eine inspirierte Künstlerin aus Wien, hat eine Serie zum Thema ‚Mut‘ in fesselndem Orange entworfen, welche die Kraft des Mutes in unserer Lebensgestaltung betont. In Anlehnung an ihre Kunst und den Wunsch, „Künstliche Intelligenz in den Dialog über Selbsterkenntnis und existenzielle Reflexion“ einzubeziehen, entstand durch DALL-E dieses Bild (Ausschnitt) [Quelle: https://www.anneeck.com/#kunst].

**) Mut und Teamwork sind entscheidend für die Transformation von einer wirtschaftlich-technischen Welt zu einem nachhaltig-humanistischen Konzept. Diese Veränderung zielt darauf ab, eine Welt zu gestalten, in der Erfolg und Technologie, wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, harmonisch mit Menschen und Natur koexistieren und so eine lebenswerte Zukunft für alle schaffen. [Prompt erstellt von Georg Eck, unter Einsatz von chatGPT und umgesetzt mit der Technologie von FireFly.]


Verfasser: Georg Eck, mit wertvollen Beiträgen aus Wirtschaft und Bildung sowie mit Unterstützung durch die Technologien von chatGPT und Firefly.

Digitaler Wandel ohne Kulturwandel funktioniert nicht

Oktober 2022 – Franz Neumeyer, Coach für Unternehmen im Wandel und Georg Eck, Coach für digitale Informationsstrategien trafen sich in Bad Tölz, um einen Podcast über ganzheitliche Ansätze der digitalen Transformation und der Kulturarbeit im Unternehmen aufzunehmen.

Podcast: Digitaler Wandel ohne Kulturwandel funktioniert nicht
Franz Neumeyer – Wege im Wandel [Link] oder via Spotify [Link].

Was versteht man unter Unternehmenskultur?

Gemeinsame Werte, Normen und Einstellungen beeinflussen das Handeln und die Entscheidungen der einzelnen Personen innerhalb des Unternehmens. Ziele, Führungsstil und die Art der Beziehung zu Kunden, Lieferanten und zwischen Mitarbeitenden ist aus Ausdruck einer Kultur.

Unternehmerische Entscheidungen, wie die Digitalisierungsstrategie, wirken immer auf die Unternehmenskultur zurück. Daher muss diese gelebte Kultur des Unternehmens immer mitgedacht werden. Zumal weitere Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und die Beachtung der Nachhaltigkeit ebenfalls Einfluss auf die Strategie haben.

Warum ist Nachhaltigkeit ein Thema?

Wir kennen die sogenannten Global Goals – die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) auf die sich die Weltgemeinschaft von min. 190 Staaaten geeinigt haben.

Die Digitale Transformation ist Antreiber für mehr Nachhaltigkeit. Beispielsweise intelligente Sensoren benötigen nicht nur weniger Energie, sie liefern heute auch in Echtzeit Daten, um insgesamt eine bessere Energiebilanz zu erreichen und den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Vernetzte Systeme und die Menge der Daten verlangen vielleicht Künstliche Intelligenz (KI) – ein Teilaspekt der Digitalisierungsstrategie.

KI wird immer wichtiger

Die Einsatzmöglichkeiten solcher KI-Systeme sind ungeheuer groß und den meisten Menschen gar nicht bewusst. KI ist in der Lage, Informationen aus Daten zu ziehen, die ein Mensch niemals erfassen könnte.

Künstliche Intelligenz wird verschiedenste Prozesse vereinfachen, in die heute noch Menschen eingebunden sind. Sie wird den Menschen entlasten und es ihm ermöglichen, die wertvolle Zeit anderweitig für Aufgaben zu nutzen, für die Digitalisierung (noch) nicht eingesetzt werden kann. Die Tragweite der Auswirkungen auf die Unternehmenskultur wird beträchtlich sein, allerdings darf KI nicht zum Selbstzweck werden, nur weil es eben in aller Munde ist.

Technik ist nur das Werkzeug Herausforderungen und Ziele menschenzentriert, wie wir sagen – vom-Ende-her zu planen und zu lösen.

Wie soll man das Verhältnis von Unternehmenskultur und Strategie beschreiben?[1]

Hier hat der Ökonom Peter Drucker* einen Satz geprägt, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:

„Culture eats strategy for breakfast.“

Daraus leiten wir die Anforderung ab, dass Digitalisierung als Strategie die Unternehmenskultur nicht unterschätzen darf. Die Kultur eines Unternehmens – gilt auch in Verwaltung und in Bildung – kann man verändern, aber nur sehr behutsam und vor allem unter der Berücksichtigung der Faktoren, die für die Unternehmenskultur entscheidend sind (vgl. dazu auch den Blogbeitrag von Michael Rasche: Unternehmenskultur: das Spiel über Bande [Link].

Wenn man die Unternehmenskultur nicht berücksichtigt und eine strategische Entscheidung trifft, dann wird diese Entscheidung in den Bereichen keine Chance haben, in denen sie der aktuellen vorherrschenden Unternehmenskultur nicht entspricht.

Wenn die Digitalisierungsstrategie also zusammen mit dem Wandel der Kultur umgesetzt wird, dann steigen die Erfolgschancen auf eine Zielerreichung erheblich, „sonst wird sie bereits zum Frühstück verspeist.

Kultur kann nicht befohlen werden

Kultur wird von vielen Faktoren geprägt und kann auch mit deren Hilfe beeinflusst werden. Eine der ersten Aufgaben ist es daher, genau dorthin zu sehen, wo die Änderungen stattfinden, Interviews mit den Beteiligten zu machen und die Zielgruppen und deren Bedürfnisse genau zu analysieren.

Entweder in Phasen oder Schritten werden die digitalen und kulturellen Veränderungen mit allen Beteiligten geplant. Ganz wichtig ist der Unternehmer, er lebt die Kultur und hat auch die Gesamtverantwortung.

Es geht nicht darum hierarchische Strukturen oder Befehlsketten durchzusetzen, sondern am runden Tisch auf Augenhöhe, die Ziele gemeinsam zu erarbeiten und zu definieren, dann ist es ein wertvolles Commitment – hier unterstützen wir und begleiten die Prozesse.

Mut zum Wandel

Wir stehen Ihnen jederzeit für Fragen, Einzelgespräche, Coaching und Begleitung der gesamten Digitalen Transformation zur Verfügung.

Ein runder Tisch mit allen Beteiligten braucht Mut und führt zu einem NEU DENKEN – „Innovation durch Potentialentfaltung.“

*) Peter Drucker (1909 – 2005), ursprünglich Österreicher und als Jude in den 30er-Jahren in die USA emigriert, gilt als einer der bedeutendsten Managementdenker des letzten Jahrhunderts.

[1] Buch: Digitialisierung und die Macht der Daten, ISBN: 978-3-7557-6414-4
Verlag BoD [Link]

Lösungen für Zukunftsfragen finden

Kinder und Jugendliche stellen oft Fragen, denn sie sind unglaublich neugierig. Sie möchten gerne aktiv werden und Unbekanntes erforschen, dadurch werden sie selbst zu Gestaltern. Hoffnung und Zuversicht sind wichtig, da Kinder und Jugendliche sich durchaus bewusst sind über die ungelösten Probleme unserer Zeit.

Wenn wir im Jahr 2022 aus der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auf Bildung schauen, dann stellen wir erschrocken fest, dass Schülerinnen und Schüler und ihre Fragen nicht im Mittelpunkt stehen. Zudem erkennen wir heute immer komplexere Herausforderungen, ob im Klimaschutz oder in der Transformation von industrieller Vorgänge, die nachhaltiger werden müssen, wie das Färben oder die Mobilität. Diese Herausforderungen erfordern schon längst andere Strategien der Zusammenarbeit in Verwaltung und Wirtschaft, dass sie überhaupt erfolgreich verändert werden können.

Der FREI DAY von Margret Rasfeld und Schule im Aufbruch schafft diese Freiräume, die alle Menschen benötigen, wenn Lösungen gefunden werden wollen. Kinder und Jugendliche entdecken ihre Potentiale, bauen ein Netzwerk zu außerschulischen Organisationen, zu Universitäten oder Unternehmen auf, werden kreativ und möchten ihre Zukunftsvisionen entwerfen und umsetzen. So verlieren Herkunft, Familie und Status an Bedeutung für den beruflichen Werdegang.

ISBN: 978-3-96238-294-0 | Erschienen Okt 2021

Am FREI DAY verändert sich auch die Bedeutung des Lehrberufs. Lehrer und Lehrerinnen werden zu Begleitern und unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei Bedarf im Prozess und verzichten auf Kontrolle oder Bewertung durch Noten, um zu motivieren.

Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE) ist eine gesamtgesellschaftliche, bildungspolitische und wirtschaftliche Verantwortung, aufgezeigt durch die Global Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Das wissen natürlich Kinder und Jugendliche, sie wollen ihre Fragen stellen und sich dabei selbstwirksam fühlen und handlungsfähig erleben.

„Lernen, die Welt zu verändern,“ sagt Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission und Margret Rasfelds FREI DAY ist eine Antwort darauf, ein Lernformat, es aktiv zu lernen und Zukunft wieder gestalten zu können.

Für den Klimaschutz mit dem Segelboot um die Welt

Was hat Klimaschutz mit Segeln zu tun? Kaum eine Fortbewegungsart ist so sehr von der Achtung vor der Natur geprägt wie das Segeln. Diese Achtsamkeit und das Bewusstsein für die Fragilität unseres Planeten möchten die Klimaaktivisten Boris Herrmann und Birte Lorenzen-Herrmann bei Kindern wecken, sie aufklären und bilden.

ISBN: 978-3-570-17993-2 | Erscheint am 14. September 2022

Die Oberfläche unserer Erde ist mit 73% von Meeren bedeckt und die sind ein wichtiger Puffer im Klimasystem. Wie steht es um unser Klima und unsere Ozeane, und was braucht es, um die Krise in den Griff zu kriegen?

Birte Lorenzen-Herrmann, Lehrerin und Gründerin von #MyOceanChallenge hat einen Kit entwickelt, übersetzt in 11 Sprachen für Pädagogen entwickelt, die ihn für Kinder im Alter von 8-12 Jahren einsetzen können. Mit diesem immersiven Lernprogramm für Schulen haben Kinder die Möglichkeit, den Reiz des Segelns zu entdecken, indem sie an Bord der IMOCA 60 Malizia Weltregatten verfolgen, verstehen, wie die Gesundheit der Ozeane bedroht ist und wie Kohlendioxid (CO2) unsere Ozeane schädigt – und wie sie Teil der Lösung sein können.

Das Nachhaltigkeitsprogramm „My Ocean Challenge“ wird von der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission (IOC) der UNESCO gefördert und von der Stiftung Fürst Albert II. von Monaco unterstützt.

„Die junge Generation hat das Potential, das Schicksal der Welt zu verändern. Unterschätzt es nicht,“ sagt Prof. Dr. James Hansen, ehem. Direktor der NASA, Columbia University Earth Institute (Zitat aus Das Klimabuch, von Esther Gonstalla erschienen im oekom Verlag). Die Welt ist voller Lösungen – lasst sie uns finden.

RCE- Nachhaltigkeitskonferenz 2022 in Nürnberg

2019 traf ich Dr. Christian Büttner, Leiter des Institut für Pädagogik und Schulpsychologie in Nürnberg (IPSN) in seinem Büro. Wir diskutierten über die Transformation von Bildung und wie Schule-im-Aufbruch dazu wertvolles beitragen kann.

Bei einem weiteren Treffen wurde mir der Bau der Energie- und Umweltstation vorgestellt und erklärt, dass Nürnberg eine RCE-Stadt ist. „Was ist RCE?“ und „Warum sieht und hört man nichts in Nürnberg über nachhaltige Projekte,“ vor allem zwischen Universität und Wirtschaft und wo sind die Ergebnisse, die wieder zurück in die regionalen Bildungseinrichtungen fließen, das ein Ziel des RCE ist?

Jedes einzelne „Regionale Kompetenzzentrum für BNE“ (RCE), engagiert sich am Schnittpunkt von nachhaltiger Entwicklung, Bildung und Regionalentwicklung. Mit der Bündelung der in der Region vorhandenen Kompetenzen unterstützt es die Entwicklung nachhaltiger Bildungsregionen. Jedes RCE ist akkreditiert durch die Universität der Vereinten Nationen (UN).

Der „Zusammenschluss der Regionalen Kompetenzzentren BNE (RCE) der UN-Universität in Deutschland“ initiiert und unterstützt Austausch-, Lern- und Transferprozesse zwischen den Regionen und anderen BNE-Netzwerken. Insbesondere soll der globale Diskurs zu BNE (SDG, WAP) lokal verankert werden.

Einmal im Jahr treffen sich die RCEs zu einer Konferenz, die nächste wird in Nürnberg geplant. In Christian Büttner und mir entstand die gemeinsame Idee, die RCEs mit Schulen aus Nürnberg und aus der Region zu vernetzen, denn der Austausch von Erfahrungen wäre sehr wertvoll – dann kam die Pandemie.

Ende 2021 haben wir die Idee in einem RCE-Online-Meeting vorgestellt und sie wurde begeistert angenommen. Zwischenzeitlich ist der FREI DAY an einer Schule in Nürnberg angekommen, wird umgesetzt und das IPSN bietet Fortbildungen dazu an.

Als Segler kennt man spätestens seit 2020 Boris Herrmann, als er als erster Deutscher an der Vendée Globe – einer Einhandsegler-Regatta rund um den Globus – teilnimmt. Ein Jahr vorher, im August 2019 hat Boris Herrmann pressewirksam Greta Thunberg in nur 15 Tagen mit seinem Boot SEAEXPLORER nach New York gebracht.

Auf der Segelfläche der SEAEXPLORER steht: A RACE WE MUST WIN. Es geht um die Herausforderung im Klimaschutz. Während der Regatta funkt die SEAEXPLORER Messdaten vom Meerwasser zum Max-Planck-Institut und Boris bringt neue Messbojen aus.


Wir freuen uns, dass wir zu dieser RCE- und Nachhaltigkeitskonferenz 2022 in Nürnberg viele Menschen aus Sport, Politik, Wirtschaft und Bildung einladen können. Wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche erleben, dass ihre Bedürfnisse und Fragen gehört werden, dass sie sich selbst einbringen können.

Die Politik sollte verstehen, dass es „nur“ Leitplanken bedürfte und dass ein Handeln in Verantwortung (fast) von alleine entsteht. Die Wirtschaft wird Impulse bekommen, wie sie Mensch und Natur verantwortlicher verbinden sollte. Und Schulleiter werden den Mut finden, dass Bildung transformiert werden kann und wir alle damit wieder zunehmend Zukunft positiv gestalten können.

Information & Anmeldung:
www.bne-konferenz-2022-nuernberg.de
Anmelden und registrieren für Tag 1 und/oder Tag 2:
http://pretix.eu/bne-konferenz-2022-nuernberg.de/sdg22/

SEI DABEI – bringe Dich mit ein – ein Anfang ist gemacht.

Lass uns heute etwas tun

Buch– oder E-Book – direkt beim Verlag […hier] bestellen.
ISBN Buch: 978-3-7534-6204-2
ISBN E-Book: 978-3-7534-7368-0

Jack sitzt schon Minuten am Steg und sieht auf das in der Sonne glitzernde Wasser, als Lena sich neben ihn setzt.

„An was denkst Du?“ fragt sie nach ein paar Minuten der Stille und er blickt weiterhin auf den See.

Nach einer Weile antwortet Jack: „2020, vor 10 Jahren, war ein verrücktes Jahr, der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Vieles hat sich seitdem geändert. Immer wird sich etwas ändern.“

„Weißt Du, dass der Salzgehalt in den Meeren seit Jahrtausenden konstant bei 3,5% liegt?“ fragt Lena, ohne Jack anzusehen. „Was möchtest du eigentlich nach der Schule tun?“ fragt er, ohne auf ihre Frage einzugehen.

„Ich bin doch noch gar nicht in der Schule, aber ich freue mich darauf. Mein Bruder sagt, dass es dann Projekte mit vielen Ländern gibt und wir einen Tag in der Woche in Konferenzen sind“, sagt Lena. Jack sagt nichts.

„Weißt du noch, was Du dir vor 10 Jahren für das neue Jahr gewünscht hast?“, fragt Lena und hebt ihren Kopf zu ihm in Erwartung, dass er sie auch ansieht, aber sein Blick bleibt aufs Wasser gerichtet.

Nach weiteren Minuten der Stille dreht er seinen Kopf zu Lena und beide sehen sich in die Augen. Jack spricht, als würde er in ihren Augen lesen: „Mit der Entfaltung der einzelnen Potentiale werden wir nun an runden Tischen in Wertschätzung und auf Augenhöhe mit einer neuen horizontalen Denkweise Strategien entwickeln und somit die Zukunft nachhaltiger und erfolgreicher gestalten als bisher.“

Lena lächelt und ist begeistert. „Keine Ahnung, was du damit meinst, aber es hört sich gut an. Bestimmt haben viele das vor 10 Jahren verstanden und es wurde daraufhin alles umgesetzt” sagt Lena und drückt Jack fest.

Beide blicken wieder auf das Wasser und die Ruhe ist fast zu greifen. Nach einer Weile steht Lena auf, reicht Jack die Hand und sagt: „Lass uns heute etwas tun, etwas für Morgen.“ Jack steht auf und beide gehen Hand in Hand zurück zum Haus.

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Corona – Was können wir daraus lernen?

Es gibt keine ‘Corona-Krise’, sondern eine Krise unserer Gesellschaft, in vielen Teilen.

Die gute Nachricht vorab: Wir Menschen lernen in jedem Alter, wenn etwas bedeutsam ist. Es werden die emotionalen Zentren aktiviert, denn die Lernerfahrung wird mit Gefühlen verknüpft, ansonsten vergessen wir das Gelernte wieder leicht. Dies unterscheidet den Menschen von anderen sozial lebenden Säugetieren, auch wenn der Mensch zuerst durch die direkte Vermittlung, durch Ausprobieren, Nachmachen und über die Sprache beginnt zu lernen.

Wie können wir also aus einer Krise lernen? Wer jetzt vermutet, hier werden Verschwörungstheorien, Rechtes oder Linkes Gedankengut verbreitet, der wird leider enttäuscht sein. Auch wird hier nicht für oder gegen Masken argumentiert, noch geht es um die Krankheit COVID-19 selbst. Sondern, es geht um den Blick auf unser Zusammenleben und wie wir in der Mitte unserer Gesellschaft, in der Politik, in der Wirtschaft und in der Bildung daraus etwas lernen können – wenn wir es denn nur könnten. Blicken wir nun hinter die Kulissen!

Nach Corona – die Welt ist eine Andere

Bereits am 16. März 2020 veröffentlichte Matthias Horx – Trend- und Zukunftsforscher, Publizist und Visionär – einen Artikel: 48 – Die Welt nach Corona (Link), wo er in einer rückblickenden Vorausschau aus der Sicht im Herbst 2020 den Blick zurückwirft auf den März 2020 und staunt, was wir alles in kurzer Zeit gelernt und geändert haben: Die Welt ist eine Andere – Ängste wurden überwunden, lang aufgeschobene Entscheidungen wurden und werden umgesetzt, Neues Denken zieht in die Wirtschaft und Politik ein, die Erde, die Lebewesen stehen im Mittelpunkt, … 

Fantastisch! Ist dies etwa wirklich so einfach? 

Ein Rückblick in die Zeit vor Corona

Wir Menschen sind sozial lebende Wesen und sind durch unsere Erziehung, Erfahrungen und Ziele in der aktuellen Gesellschaft so konditioniert, so dass sich viele von uns immer mehr auf der Autobahn der Gewinnmaximierung und des Konsums bewegen. Die Strategien von gestern haben uns zwar auf den Mond gebracht, auch gab es lange Friedenszeiten in einigen Teilen der Welt, vor allem haben sie uns eine Welt des Luxus und der Bequemlichkeit beschert. 

Die deutsche Wirtschaft bricht immer weitere Rekorde, teils durch Outsourcing, denn in China wird schließlich günstig gefertigt, auch wenn damit die Transportkosten per Schiff und Flugzeug noch dazu kommen. Unmerklich wird zwar die Digitalisierung verschlafen, dennoch Umsatz- und Ertragszahlen sind gut – noch nie ging es Deutschland so gut wie eben, noch nie flogen sie viele Flugzeuge um den Erdball.

Wir haben Bildung optimiert, in dem wir bereits in der Kita anfangen den Übertritt auf das Gymnasium zu organisieren. Das Wort Stress wird weniger mit Materialprüfungen in Zusammenhang gebracht als mit fatalen Folgen bei Menschen und wir staunen, wenn viele junge Menschen nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen, sondern nur einige wenige eine Berufung gefunden haben und dies engagiert angehen. 

Einerseits fordern schon seit Jahren Wirtschaftsverbände klare Verbesserungen an Schulen, andererseits sehen eine Reihe von Weiterforschenden und Initiativen die Schule im letzten Jahrhundert als stecken geblieben und wollen Schule grundlegend verändern. Das Buch von Michael Winterhoff: “Deutschland verdummt“ zeigt die Zerrissenheit in der Bildung auf. Schulen, Lehrpäne wurden geändert, aber nicht das Konzept.

Wir haben mit Hilfe der Politik die Pflegeeinrichtungen rationalisiert, reduzieren das Menschenwohl wie das Tierwohl zum Objekt, so dass kein Zweifel mehr aufkommt: “Wir haben alles im Griff.” Die Klinikschließungen vor Jahren und Skandale in Pflegeeinrichtungen sind unmerklich an uns vorbeigegangen, auch wenn sie auf Kosten der Patienten und der Belegschaft gingen. 

Wir haben zentralistische Schlachthöfe etabliert, die wahnwitzige Preise und Mengen garantieren, damit einher ging eine Spirale der Optimierung bei Mitarbeitern und im Arbeitsprozess. Bei Bekanntwerden von Missständen gibt es immer wieder Demonstrationen oder Petitionen, aber was ändert sich wirklich? 

Wir stellen fest, dass die Medien, die sogenannte vierte Kraft in der Demokratie, sich immer weniger kritisch und leidenschaftlich mit den wichtigen Themen  auseinandersetzt, hinterfragt, aufdeckt und damit Politik bewegen kann. Vielleicht liegt es an den Marktmechanismen, die auch hier gelten, der Kampf um die Auflage. Doch es fragt sich, wer will noch etwas verändern? Lernen wir nichts aus dem was passiert?

Corona verändert alles

Dann kam Corona – kein Schnupfen wie jeder andere – aber ES verbreitet sich explosionsartig um die globale Welt, schneller als der Klimawandel, schneller als der Hunger oder die Armut in der Welt, schneller als Wirtschaft, Politik oder Bildung reagieren können. Es kommt zum Stillstand – zum Innehalten hier oder zu neuen Strategien im Umgang dort – wir wissen nicht, was richtig oder falsch ist. 

‘Corona’ entpuppt sich allerdings als Brennglas auf bekannte Missstände und ruft die Politik auf den Plan, außerdem wird der zunehmende Verlust von Selbstverantwortung sichtbarer. ‘Vielleicht haben wir zu wenig Krankenbetten’ und es wird kräftig Luft ins System geblasen, der weitere Wandel im Kranken- und Pflegesystem bleibt bisher unberührt. 

Schlachthöfe stehen auf einmal wegen den Arbeitsbedingungen im Fokus der Öffentlichkeit,  jetzt will die Politik durchgreifen, das Tierwohl und die Infragestellung des hohen Fleischkonsums bleiben erst Mal wieder auf der Strecke.

Angst lähmt nun viele Bereiche unseres Zusammenlebens, bei sozialen Kontakten, in der Bildung und in den Kindergärten, in den Pflegeeinrichtungen – mit Klatschen erhält man zwar  kurzfristig Anerkennung, aber das wird auf Dauer nicht helfen, denn überall ist ein Wandel gefordert. Inzwischen haben die Kultusministerien in 16 Bundesländern, 16 verschiedene Strategien mit Corona festgelegt, was offenbart, wie kläglich wir mit Bildung und Zukunft umgehen. 

Die Lage mobilisiert jetzt auch Menschen, die bisher sich weder politisch engagiert, noch irgendwie auffällig verhalten haben. Die einen demonstrieren Rechts mit Links oder mit Verschwörungstheoretikern. Einige für Freiheit, andere für Schule, wieder andere für das Leben mit den Sustainable Development Goals, den sogenannten Global Goals, die in der Mitte unserer Gesellschaft gelebt werden müssten, aber schon vor Corona kaum Beachtung gefunden haben, bis auf bei ‘Friday for Future.’ Das alles führt zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft.

Übrigens: Gestern 22. August 2020 war Overshoot Day (Erdüberlastungstag) für Deutschland, d.h. ab heute sind alle Ressourcen der Erde verbraucht, die die Ökosysteme in einem Jahr erneuern können. Wir stoßen mehr CO2 aus, als alle Wälder und Ozeane aufnehmen können. Durch Corona machen wir “erst” 3 Wochen später Ökoschulden als 2019. 

[https://www.overshootday.org/]

Manche Wirtschaftsbereiche wie Hotel, Bars, Gaststätten, eine ganze Branche der Künstler leiden unter der jetzigen Situation, sie können zwar teilweise mit den staatlichen Hilfen eine Zeit überbrücken, aber sie erkennen aus eigenen Antrieb auch, dass sie neue Wege finden und neue Ideen ausprobieren müssen. Ob sie es überstehen, werden wir noch sehen, das hängt auch von unserer Gesellschaft, von uns und der Politik ab, wie sie nun die Zukunft und den Wandel in den Mittelpunkt stellt und wir alle daraus lernen.

Die Politik ist vor immer neue Herausforderungen gestellt, sie versucht zu schützen, zu erklären, sie sucht nach wirtschaftlichen Lösungen und ist gefordert mit der Dynamik mitzuhalten und mit den Bewertungen aus allen Richtungen umzugehen. Viele sind vielleicht mit der Komplexität überfordert und es fällt auf, dass das Unvermögen in der Zukunftsgestaltung in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen hat. Dieses Unvermögen zeigt sich besonders bei den Verantwortlichen, die die notwendigen Planungen demokratisch, transparent und mit einer Potentialentfaltung und Diversität in einem größeren Team angehen sollten, aber es nicht tun. 

Stattdessen werden immer mehr Vorschriften erlassen, Strafen aufgestellt, denn das hat früher schon funktioniert. Immer schneller werden neue Ziele formuliert, wie die Digitalisierung der Schulen, was aber dann doch die Kommunen und die Schulen letztendlich alleine organisieren und regeln müssen. Viele fragen sich, wo ist der Masterplan, welche Fachkompetenzen sind hier mit einbezogen? Wo ist der Abstimmungsprozess? 

Was können wir daraus lernen? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Vorstellung einer besseren Zukunft wird durch die Einbeziehung der Global Goals in der Mitte der Gesellschaft, der Wirtschaft und in der Bildung klarer werden. Diese 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung werden unser Leben positiv verändern.

Wir werden uns nun breiter vernetzen, Initiativen und Betroffene mit einbeziehen, um uns, mit einer gemeinsamen Verantwortung für unsere Zukunft auf den Weg zu machen und zwar alle zusammen.

Thomas Sattelberger sagte im Film ALPHABET 2013 (Link): “Die Verkürzung des Lebens auf die Ökonomie ist eine der schlimmsten Entwicklungen unserer heutigen Zeit.” Wir werden Menschen und Tiere wieder als Subjekte wahrnehmen und Strategien entwickeln, wie wir die eigene Selbstverantwortung, den Respekt und die gegenseitige Rücksichtnahme in unserer Gesellschaft wieder herstellen, die sich heutzutage so egoistisch konditioniert zeigt.

Matthias Horx schreibt: “Politik in ihrem Ur-Sinne als Formung gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten bekam in dieser Krise eine neue Glaubwürdigkeit, eine neue Legitimität.”

Reicht das wirklich aus? Muss die Politik und Wirtschaft nicht auch lernen, dass wir heute auf Grund wachsender Komplexität andere Strategien für Kommunikation und Entscheidungen brauchen und dass wir die Menschen mitnehmen müssen, ob beim Wandel im Verkehrswesen, in der Digitalisierung oder in ihrem Wohlergehen? Alles wird nur dann die Gesellschaft durchdringen, wenn die Potentiale von kompetenten Menschen und Betroffenen zur Entfaltung kommen und dann die besten Lösungen gefunden werden.

Dieses Neue Denken wird die Zukunft vor Augen haben und wir, mit Respekt und Augenhöhe, zu Gestaltern unseres Miteinanders werden. Führen ist nicht das gleiche wie Anordnen oder Aussitzen. Führen bedeutet, intelligent die Potentiale aller zu bündeln und gemeinsam Ziele umzusetzen. Wenn wir die Welt besser machen wollen, dann ist die Zukunft unserer 10 Mio Schülerinnen und Schüler und die der 1 Mio Lehrerinnen und Lehrer in den Mittelpunkt zu stellen und Bildung ist neu zu gestalten. In 16 Bundesländern wird eine klare Botschaft für ein Miteinander nötig, denn Lernen ist dann erfolgreich, wenn alle Lernenden, Begleitenden und Lehrenden Teil einer sozialen Gruppe sind, dann nennt man es Social Learning und nicht Home Schooling.

Dann können wir auch unsere sozialen und pflegerischen Einrichtungen in einem anderen Licht sehen. Wir werden Menschen, die Schutz benötigen, der gesellschaftlich organisiert werden muss, ob wegen Corona oder anderer Gefahren, intelligent schützen können. Wir werden Menschen, die in diesen Einrichtung arbeiten, mit Wertschätzung behandeln und bezahlen, auch Praktikanten.

Wenn wir, die Politik, die Wirtschaft und jeder Einzelne realisiert haben, dass unser Fortbestehen nicht vom Status Quo abhängt, sondern vom gemeinsamen Gestalten, wenn wir uns gegenseitig einladen, unsere Potentiale zu entdecken und in die Tat umzusetzen, dann wird Matthias Horx recht behalten, erst dann werden wir alle auch noch kommenden Krisen und Herausforderungen lösen und Transformationen erfolgreicher umsetzen.

Wenn allerdings elitäre Lösungsversuche, Gewinnsucht immer wieder in den Mittelpunkt rücken, werden diese Protagonisten die Resultate ihrer Bestrebungen kaum persönlich zu spüren bekommen, aber die breite Bevölkerung. Solche strategischen und individualistischen Fehlentscheidungen und Lösungsversuche hinterlassen wesentlich deutlichere Verletzungen, sie werden viel mehr kosten und werden neue Konditionierungen hinterlassen, die unser Leben und das Lernen weiter beeinträchtigen werden.

Und wer spricht noch über die Kunst? War und ist nicht Kunst und Musik eine Form von Kommunikation? Kunst und Musik kennt seit Jahrtausenden keine Grenzen, ist etwas für die Seele und ist zutiefst sozial wertvoll. Es stimmt schon, dass einige sagen: “Kunst ist nicht alles, aber ohne Kunst ist alles nichts.” Es stimmt allerdings auch: “Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“ Joseph Beuys und Lernkultur Nürnberg.

Wir können aus der Krise der Gesellschaft lernen und die Transformation in vielen Bereichen jetzt umsetzen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Photo: Photocreo Bednarek (Adobe Stock) lizensiert

Global Goals for sustainable Development | Zukunft braucht Werte

Gemeinsam für Nürnberg e.V“ hat eingeladen zum 7. Impulstag „Zukunft braucht Werte“ unter dem Motto „Bildung braucht Werte“. Es beginnt mit den Impulsvorträgen, weiter mit Workshops, abschließend im Plenum noch Mal die Ergebnisse vortragen und diskutieren. Zwischendurch gibt es genug Raum für Gespräche auf dem Markt der Möglichkeiten oder am Buffet.

Nach den Begrüßungen beginnt Prof. Dr.Bolsinger (Dekan an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften) über Werte, die Wissen schaffen. Welche sind das? Wie erkennen wir diese? Am Anfang seiner Ausführungen: Die Freiheit, unser größtes Gut, gefolgt von der Haltung und verschiedenen Werten bis zu einer Streitkultur. Es darf  gerne unterschiedliche Ansichten geben, dass ist etwas besonderes in unserer Kultur,  es bedeutet Freiheit, um bessere Lösungen zu finden, statt hinter Dogmen sich zu verstecken. Er spricht über die Zusammenarbeit mit einer indischen Hochschule und erzählt wie bewusst ihm dort unsere Freiheit geworden ist.

Auf seiner Hochschule wird es gepflegt, dass verschieden denkende an Prozessdiskussionen eingeladen werden, wenn es wo anders nur konform denkende sind oder Andersdenkende sogar ausgeladen werden.
Prof. Bolsinger präzisiert auch, dass  Potentialentfaltung nur gelingen kann, wenn wir auf Augenhöhe miteinander auf Basis von sichtbaren, gelebten Werten zusammenwirken und zeigt uns wie an der indischen Hochschule Werte und wie an seiner Hochschule in Würzburg (siehe Bild auf letzter Seite – Zusammenfassung von meinem Impulsvortrag) sichtbar gemacht werden.

Was sagt eigentlich die Bayerische Verfassung* über Bildung aus? Wie können wir unseren Unterricht von der Grundschule an ausfüllen? Prof. Bolsinger erklärt, dass der Lehrplan nur ein Bestandteil ist und sieht es für eine wertvolle Freiheit an, dass Sie als Pädagogen, er als Professor (und ich als Lehrbeauftragter übrigens ebenso) davon Gebrauch machen, es sind unsere Vorstellungen mit denen wir unsere Studierenden mitnehmen, weil uns das niemand vorschreiben kann, wie wir die Inhalte vermitteln.

Wenn wir nun  überall in der Bildung auf Basis der Sustainable Goals unsere Schulen anstiften könnten, dann würden wir sofort WERTE, das ZUSAMMEN LEBEN, das HANDELN und das SEIN in den Mittelpunkt bekommen UND LERNEN WISSEN und KOMPETENZEN zu erlangen, die wichtigen VIER SÄULEN in der Bildung heute. Das sind meine Themen, die ich in meinem Impulsvortrag (Zusammenfassung) präzisiere.

*) Bayerische Verfassung Artikel 131:
(1) Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.

Danke Ben und Tobias vom Jenaplan-Gymnasium für Euer soziales Engagement und kompetente Diskussion mit den Teilnehmern.

Links:

Initiative Schule-im-Aufbruch (Deutschland) | Global Goals Curriculum 2030 | Lernkultur Nürnberg (Facebook Gruppe) | Zukunft-braucht-WerteInitiative Schulen der Zukunft | Akademie der Potentialentfaltung | Lernkulturzeit | AUGENHÖHE in Bildung und Gesellschaft | Initiative Schule-im-Aufbruch (Österreich) | Goinger Kreis | Education Innovation Lab |

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