Mindset Change – wie ein politischer Unfall 🚑

Oder: Warum wir immer noch bremsen, obwohl die Kurve längst da ist.

Mindset Change.
Viele sehen darin keine Notwendigkeit.
Manche lehnen es als Blödsinn ab.
„Brauchen wir nicht.“
„Haben wir schon immer so gemacht.“

Und ehrlich gesagt: Das überrascht nicht. Gefühlt gehören rund 90 % genau zu dieser Gruppe. Es gibt keine Statistik für ein „altes Mindset“ – aber zahlreiche Studien zeigen: Je höher Verantwortung, Absicherung und Systembindung, desto geringer die Bereitschaft, Denkmodelle grundlegend zu hinterfragen.

Wir sind schon lange auf der Erde, gut eingefahren – wie ein Fahrrad, das seit Jahrzehnten dieselben Wege fährt. Stabil, vertraut, zuverlässig. Warum also etwas ändern?

Das Problem: Die Welt ist weitergefahren

Aus einer anderen Perspektive wird allerdings deutlich:
Entscheidungen werden immer langsamer, Anforderungen immer komplexer.
Viele der Systeme, auf denen wir heute noch arbeiten – ERP-Systeme, CMS, Microsoft, Adobe – stammen im Kern aus den 1990er-Jahren.

Wir versuchen also, eine hochvernetzte, dynamische Welt mit Denkmodellen und Werkzeugen zu steuern, die aus einer Zeit kommen, in der das Faxgerät als Innovation galt.

Das funktioniert eine Weile.
Dann kracht es.

Zusammenarbeit hat sich längst geändert – nur unser Denken nicht

Arbeit funktioniert heute nur noch gemeinsam.
Interdisziplinär. Vernetzt. Auf Augenhöhe.

Und trotzdem ringen wir täglich mit denselben Fragen:

  • Wie arbeitet man wirklich wertschätzend zusammen?
  • Wie kommt man aus dem eigenen Egotrip heraus – „Ich weiß es besser“?
  • Wie lässt man andere Meinungen zu?
  • Wie baut man kollektive Verantwortung auf – vielleicht sogar im Sinne einer Genossenschaft?

Spannend ist: Wir wissen längst, dass es funktioniert.
Schulen zeigen es uns. Lernformate wie der Frei Day machen sichtbar, was passiert, wenn Selbstwirksamkeit, Verantwortung und eigenes Lernen erlaubt sind: Motivation steigt, Lernen wird relevant, Menschen übernehmen Verantwortung.

Was nicht mehr funktioniert:
Alles vorzugeben – so wie bei Maschinenbedienern zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Und trotzdem:

  • Wir haben das Schulsystem kaum verändert
  • Potenzialentfaltung ist in der Wirtschaft eher ein Schlagwort als Realität
  • Flache Hierarchien stehen auf Folien, nicht im Alltag

Alle wissen, dass wir es brauchen.
Kaum jemand weiß, wie man es lernt.

Mindset Change ist lernbar – wenn man ihn wirklich zulässt

Die gute Nachricht ist: Mindset Change ist kein Zufall und kein Talent, sondern lernbar. Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, wie Selbstwirksamkeit, Verantwortung und gemeinsames Lernen entstehen, findet seit Jahren fundierte Praxis bei der Akademie für Potentialentfaltung.

Dort wird erforscht und erprobt, wie Menschen – in Schulen, Organisationen und ganzen Systemen – aus alten Mustern aussteigen und neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln können. Nicht über Vorgaben, sondern über Vertrauen, Beziehung und Verantwortung. Genau diese Fähigkeiten fehlen uns heute in Politik, Wirtschaft und Bildung am meisten.
https://akademiefuerpotentialentfaltung.org/

Mindset Change kann man lernen – und sogar testen

Wer nicht nur darüber lesen, sondern den eigenen Mindset Change konkret erleben oder überprüfen möchte, findet mit mit One Stop Transformation einen praxisnahen Einstieg.

Dort lässt sich testen, wo man selbst – oder die eigene Organisation – im Veränderungsprozess steht. Nicht theoretisch, sondern entlang realer Transformationsfähigkeit. Genau das fehlt oft zwischen Erkenntnis und Umsetzung.

Politik als Spiegel – der Mindset-Unfall

Ein Blick in die Politik reicht, um zu verstehen, was passiert, wenn alte Denkweisen dominieren.
Die jüngsten Entscheidungen rund um den Rentenpakt – insbesondere innerhalb der CDU/CSU – wirkten wie ein politischer Unfall.

Die Junge Union, nicht gerade bekannt als radikal progressiv, liberal oder als Treiber von Innovation und Wachstum, wollte laut dagegen stimmen. Eigentlich konsequent. Und dann?
Einige fielen zurück in alte Muster. In alte Denkweisen. In vertraute Reflexe.

Was wir hier sehen, ist kein Einzelfall.
Es ist ein Spiegelbild dessen, was in Politik, Wirtschaft und Bildung gleichzeitig passiert.
Die Verharrungskräfte sind größer als der Mut, neu zu denken.

Seit 2010 nicht verstanden, was passiert ist

Die Welt hat sich gravierend verändert.
Wir auch.
Aber wir reagieren, als wäre nichts passiert.

Wir schimpfen über Klimamaßnahmen, statt sie als wirtschaftliche Chance zu begreifen.
Unternehmer schimpfen über Bürokratie (ja, sie ist zu viel), Fachkräftemangel (der weiter wächst) oder Energiekosten – obwohl diese mit anderem Denken und neuen Modellen deutlich günstiger sein könnten.

Verbände benennen diese Probleme oft sehr klar. Doch Kritik allein verändert keine Systeme.

Transformation entsteht nicht durch Kritik – sondern durch Handeln

Eine Transformation lässt sich nicht herbeikritisieren.
Auch Verbände bewegen nichts, wenn sie ausschließlich Missstände benennen. Veränderung entsteht erst dort, wo man selbst vorangeht – mit einem anderen Mindset, mit neuen Arbeitsweisen, mit konkretem Handeln.

Wenn Verbände zeigen, wie es besser geht, ziehen andere nach. Nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung.
Mindset Change beginnt nicht mit Appellen, sondern mit Vorbildern – auch und gerade im BVMW und ähnlichen Organisationen.

Was heißt das für die Politik?

Die aktuelle Regierung hat strategische Fehler sehr früh gemacht.
Aber auch strukturell wurde falsch gedacht: Wirtschaft, Arbeit und Nachhaltigkeit wurden getrennt behandelt – obwohl sie zusammengehören.

Genau das wurde kritisiert. Paradox ist: Der Gedanke war richtig.

Ähnlich bei den populistischen Angriffen auf E-Auto und Wärmepumpe. Auch das sind politische Unfälle. Denn beide Konzepte sind technisch und systemisch korrekt. Das Problem liegt nicht in der Idee, sondern im Mindset, mit dem wir darüber sprechen.

Was passiert, wenn wir jetzt nichts tun?

Dann werden wir langsamer.
Defensiver.
Und wir verwechseln Verwalten mit Gestalten.

Wir werden zu Mangelverwaltern in einer Welt, die Gestalter braucht.

Und was wäre die Alternative?

Mut.
Gemeinsam.
Jetzt.

Wenn wir den Mindset Change auf allen Ebenen beschleunigen – in Bildung, Wirtschaft und Politik – dann verlassen wir den Zustand des Reagierens und werden wieder das, was wir sein könnten: Zukunftsgestalter.


🎄 Frohe Weihnachten – vielleicht eine gute Zeit zum Nachdenken.
🚀 Im Januar dann bitte mit Mut handeln.

Ich wünsche einen guten Start ins neue Jahr.

Was macht uns glücklich – und was brauchen wir 2025?

Bild: Created by OpenAI Dall-E, Georg Eck – Thema: “Was macht uns glücklich – und was brauchen wir 2025?“

1. Januar 2025 – Was macht uns glücklich? Diese Frage begleitet uns seit Jahrhunderten und bleibt doch so individuell wie wir selbst. Laut Andrew Jebb von der Purdue University liegt die „Lebenszufriedenheit“ global betrachtet bei einem Jahreseinkommen von etwa 81.000 Euro – natürlich abhängig von Land und Lebensstandard. In Deutschland sollen es 76.000 Euro sein (im Focus-Artikel nachzulesen). Doch Glück ist mehr als finanzielle Sicherheit. Es hängt davon ab, wie wir unser Leben gestalten, wie wir uns mit anderen verbunden fühlen und wie wir unsere Werte in die Welt einbringen.

Ein inspirierendes Beispiel ist Dänemark, das oft als das glücklichste Land der Welt gilt (wissenschaft.de). 2025 wollen wir als Familie „Hygge“ erleben – Gemütlichkeit, Zusammengehörigkeit und das Schätzen kleiner Momente. Doch Dänemark glänzt auch in anderen Bereichen: In der Digitalisierung liegt es auf Platz 2 der EU-Länder, Deutschland auf Platz 13. Beim Anteil der E-Autos steht Dänemark auf Platz 1, Deutschland auf Platz 5. Was können wir von diesem Ansatz lernen, um Lebensfreude und Fortschritt auch bei uns zu fördern?

Co-Kreation und Verbundenheit: Die Basis für Resilienz

Die Antwort auf viele Probleme liegt in der Verbundenheit. Menschen möchten spüren, dass sie Teil eines größeren Ganzen sind. Co-Kreativität – das gemeinsame Entwickeln von Lösungen – entsteht, wenn wir Polarisierung hinter uns lassen und echte Zusammenarbeit fördern.

Zwei Beispiele zeigen, wie Verbundenheit unser Leben bereichern kann:

  1. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs):
    Diese globalen Leitplanken der UNESCO, der Staatengemeinschaft der Vereinten Nationen schaffen eine gerechtere und nachhaltigere Welt. Sie bieten eine Plattform für Veränderung, die Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen einbindet. Sie schaffen Arbeitsplätze, fördern Innovation und zeigen, wie die Zukunft aktiv gestaltet werden kann.
  2. Die Unverrückbarkeit von Grenzen seit dem Zweiten Weltkrieg:
    Frieden, Respekt und Zusammenarbeit – diese Prinzipien basieren auf dem Völkerrecht der Vereinten Nationen, das den Schutz der Grenzen weltweit stärkt. Dieses Abkommen erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Stabilität und Zusammenarbeit auch in unsicheren Zeiten zu bewahren. Vielleicht ist es an der Zeit, diese Werte noch weiter zu denken: Eine Welt, in der Grenzen, Menschen, Tiere und Natur gleichermaßen geachtet werden.

Bildung und Technologie: Die Schlüssel zur Zukunft

Bildung ist der Hebel, der alles bewegt. Sie muss endlich in den Mittelpunkt rücken – nicht nur in Wahlprogrammen, sondern in unserem Alltag. Wir brauchen Menschen, die kritisch denken, global vernetzt handeln und mutig neue Wege gehen. Bildung eröffnet Chancen und ebnet den Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Auch Technologie bietet enorme Potenziale. Klare Regeln wie der Green Deal, der auf eine zirkuläre Wirtschaft und Klimaneutralität abzielt, der EU AI Act und Cyber Resilience Act sind unverzichtbar, um Vertrauen zu schaffen und Technologien in Bahnen zu lenken, die ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig sind. Diese Leitplanken schaffen nicht nur Sicherheit, sondern auch Innovationsräume, in denen zukunftsfähige Lösungen entstehen können.

Mit Initiativen wie unserer Akademie und unserem Konsortium setzen wir darauf, Technologie für alle zugänglich zu machen. Unser Ziel: Menschen befähigen, neue Technologien zu verstehen, sie aktiv mitzugestalten und dabei Verantwortung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu übernehmen. Digitalisierung wird uns nicht nur effizienter machen, sondern auch den Fachkräftemangel entschärfen und Veränderungsprozesse beschleunigen. Gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern!

Evolution statt Revolution: Gemeinsam gewinnen

Veränderung beginnt nicht mit einem Knall, sondern mit Entschlossenheit und Teamgeist. Menschen sehnen sich nach Gerechtigkeit – nach einer Welt, in der ihre Stimme zählt. Doch diese Gerechtigkeit braucht sichtbare, konkrete Taten, um Vertrauen zu schaffen.

Ein Blick nach China zeigt, dass es in vielerlei Hinsicht kritisch betrachtet werden kann, aber auch, wie schnell Wandel möglich ist. Während in Deutschland 2024 etwa 2.000 Elektrobusse unterwegs sein werden, fährt allein in Shenzhen eine Flotte von 17.000 rein elektrischen Bussen. Dieses Beispiel zeigt: Wenn Visionen und konkrete Maßnahmen Hand in Hand gehen, können enorme Fortschritte erzielt werden – unabhängig von Hürden oder Vorurteilen.

Dabei spielt auch die Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Sie wird nicht verschwinden – im Gegenteil, sie ist der Motor für Veränderung. Ein starkes, gesamtgesellschaftliches digitales Mindset ist entscheidend, um diese Chance zu nutzen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können den Fachkräftemangel abmildern, Veränderungsprozesse beschleunigen und uns nachhaltiger sowie ressourcenschonender machen. Jetzt ist der Moment, diese Potenziale durch Bildung und Zusammenarbeit voll auszuschöpfen.

Fazit: Gemeinsam Chancen nutzen

Glück entsteht durch Verbundenheit, Bildung, lebenslanges Lernen und mutige Entscheidungen. Wenn wir 2025 glücklicher sein wollen, sollten wir uns darauf konzentrieren, was uns eint: weniger Polarisierung, mehr Zusammenarbeit und klare Schritte für nachhaltige Lösungen. Es ist entscheidend, gelingende Projekte und Maßnahmen sichtbar zu machen, um zu zeigen, dass Wandel möglich ist – und um andere zu inspirieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Die konsequente Umsetzung der SDGs, die Förderung von Co-Kreativität und ein digitaler Wandel, der alle mitnimmt, können uns helfen, die Jahre des Stillstands hinter uns zu lassen. Aber dafür braucht es nicht nur Träume – es braucht Taten. Jetzt.

Was wollen wir 2025 erreichen? Lass uns die Zukunft gestalten! Die Möglichkeiten sind da – du musst nur den ersten Schritt machen. Mach mit, und andere werden folgen. Gemeinsam schaffen wir Großes!

Klimakleber vs. Klimapolitik: Ein Paradox zwischen zivilem Ungehorsam und staatlichem Versagen

Bild: Created by AI Adobe Firefly, Georg Eck – Thema: “Klimakleber auf der linken Seite, die sich aus Protest auf die Straße kleben, und auf der rechten Seite Politiker…”**)

18. Mai 2024 – Einführung. In Deutschland spitzt sich der Konflikt um den Klimaschutz zu: Aktivisten der Deutschen Umwelthilfe und Klimakleber von Bewegungen wie der „Letzten Generation“ drängen mit drastischen Maßnahmen auf sofortige Änderungen. Gleichzeitig kämpft die Regierung vor Gericht gegen ihre eigenen Klimaziele, die sie zu erfüllen versprochen hat. Dieses Spannungsfeld offenbart ein beunruhigendes Paradoxon: Während die Aktivisten wegen zivilen Ungehorsams als Kriminelle gebrandmarkt werden, bleibt die Regierung trotz internationaler Verpflichtungen weit hinter den notwendigen Maßnahmen zurück. In diesem Blogartikel beleuchten wir die Ursachen und Konsequenzen dieses Konflikts und fragen uns, ob das eigentliche Verbrechen nicht das politische Versagen ist.

Gerichtliche Erfolge der Deutschen Umwelthilfe

Die Diskussion um Klimaschutz in Deutschland befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen aktiven zivilgesellschaftlichen Akteuren wie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und einer oft als unzureichend agierenden Regierung. Aktuelle Entwicklungen und gerichtliche Auseinandersetzungen illustrieren die Komplexität und Dringlichkeit des Themas.

Die Deutsche Umwelthilfe hat in jüngster Zeit mehrere gerichtliche Erfolge gegen die Bundesregierung errungen. Am 15. Mai 2023 berichtete die DUH, dass sie zwei Klimaklagen gegen die Bundesregierung gewonnen hat. Diese Urteile unterstreichen die Defizite der aktuellen Klimapolitik und den Druck auf die Regierung, ihre Maßnahmen zu verschärfen.

Reaktion der Bundesregierung

Statt die Urteile anzunehmen und sofortige Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes zu ergreifen, hat die Bundesregierung beschlossen, in Revision zu gehen. Dies wird von der DUH und anderen Umweltorganisationen als unverantwortlich kritisiert, da es die dringend notwendige Anpassung und Verschärfung der Klimaschutzmaßnahmen weiter verzögert.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und SDG 2030

Deutschland hat sich im Rahmen der UNESCO zu den Sustainable Development Goals (SDG) 2030 verpflichtet und einen Nationalen Aktionsplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) entwickelt. Dieser Plan zielt darauf ab, Nachhaltigkeit stärker in die Bildungsstrukturen zu integrieren und Bewusstsein für umweltfreundliches Handeln zu fördern.

Defizite der aktuellen Regierungspolitik

Trotz klarer Ziele und internationaler Verpflichtungen sind die tatsächlichen Maßnahmen der Regierung oft nicht ausreichend. Kritiker bemängeln insbesondere folgende Punkte:

  • Inkohärente Klimapolitik: Es gibt oft widersprüchliche Maßnahmen und einen Mangel an kohärenten Strategien, die langfristig wirksam sind.
  • Verzögerungstaktiken: Statt klare und schnelle Maßnahmen zu ergreifen, neigt die Regierung dazu, notwendige Schritte hinauszuzögern, wie die Revision gegen die Klimaurteile zeigt.
  • Fehlende Umsetzung der BNE-Ziele: Obwohl es einen Nationalen Aktionsplan gibt, fehlt es an der konsequenten Umsetzung und Integration von Nachhaltigkeitsbildung in alle Bildungsbereiche.

Notwendige Maßnahmen

Um den Klimaschutz wirksam voranzutreiben, sollte die Bundesregierung folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Einhaltung und Übertreffen der Klimaziele: Strikte Einhaltung der nationalen und internationalen Klimaziele und Überprüfung der Fortschritte.
  • Stärkung der Klimabildung: Verstärkte Integration von BNE in alle Bildungseinrichtungen und Förderung von Nachhaltigkeitsprojekten.
  • Förderung erneuerbarer Energien: Massive Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte, die CO2-Emissionen reduzieren.
  • Rechtsverbindliche Maßnahmen: Einführung verbindlicher gesetzlicher Regelungen zur Einhaltung von Klimaschutzmaßnahmen.
  • Transparente Kommunikation: Offene und transparente Kommunikation mit der Bevölkerung über die Fortschritte und Herausforderungen im Klimaschutz.

Fazit

Die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Umwelthilfe und der Bundesregierung zeigt die Notwendigkeit einer entschlosseneren Klimapolitik. Der Druck aus der Zivilgesellschaft und die Verpflichtungen aus internationalen Abkommen wie den SDGs erfordern ein schnelles und konsequentes Handeln der Regierung, um die Klimaziele zu erreichen und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Ziviler Ungehorsam und Straftaten

Das Spannungsfeld zwischen Klimaklebern und der deutschen Regierung ist vielschichtig und komplex. Es spiegelt nicht nur die rechtlichen und politischen Aspekte wider, sondern auch die gesellschaftlichen und moralischen Dilemmata.

Klimakleber, wie die Aktivisten der „Letzten Generation“, setzen auf zivilen Ungehorsam, um auf die Dringlichkeit des Klimawandels aufmerksam zu machen. Ihre Aktionen, wie das Festkleben auf Straßen oder an Gebäuden, sind oft als Straftaten klassifiziert, weil sie den öffentlichen Verkehr oder den Alltag erheblich stören.

Die Reaktion der Regierung

Die Regierung und Strafverfolgungsbehörden reagieren in der Regel mit der vollen Härte des Gesetzes auf diese Aktionen. Das Spannungsfeld entsteht hier aus mehreren Faktoren:

  • Ignoranz der Regierung: Viele Kritiker argumentieren, dass die Regierung die legitimen Anliegen der Klimabewegung ignoriert oder nicht ernst genug nimmt, was die Aktivisten zu drastischeren Mitteln treibt.
  • Rechtliche Konsequenzen: Während die Aktivisten für ihre Aktionen strafrechtlich belangt werden, stellt sich die Frage, ob die Unterlassung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen durch die Regierung nicht ebenfalls strafbar sein könnte. Dies würde voraussetzen, dass gesetzliche Vereinbarungen und Klimaziele bindend und rechtlich durchsetzbar sind.

Rechtliche und moralische Fragen

Es gibt mehrere rechtliche und moralische Fragen, die in diesem Spannungsfeld aufgeworfen werden:

  • Recht auf Protest: Das Recht auf Protest ist in demokratischen Gesellschaften verankert. Wenn jedoch friedliche Proteste ignoriert werden, sehen sich Aktivisten oft gezwungen, radikalere Maßnahmen zu ergreifen.
  • Verpflichtung der Regierung: Die Regierung hat die Verpflichtung, die Gesundheit und das Wohl ihrer Bürger zu schützen. Dies umfasst auch den Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Wenn die Regierung ihren Verpflichtungen nicht nachkommt, könnte dies als eine Form von Vernachlässigung angesehen werden.
  • Gerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit: Die Frage der Gerechtigkeit stellt sich, wenn Aktivisten hart bestraft werden, während die Regierung für die Unterlassung von Maßnahmen, die die Klimaziele betreffen, nicht zur Rechenschaft gezogen wird.

Fazit

Das Spannungsfeld zwischen den Aktionen der Klimakleber und der Reaktion der Regierung ist komplex und vielschichtig. Es zeigt, dass es neben den rechtlichen Aspekten auch moralische und gesellschaftliche Dimensionen gibt, die berücksichtigt werden müssen. Eine Lösung dieses Konflikts erfordert nicht nur rechtliche Klarheit, sondern auch ein stärkeres Engagement der Regierung für den Klimaschutz und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Anliegen der Bürger.

Resümee: Eine fehlertolerante Gesellschaft als Schlüssel zur Zukunftsgestaltung

Der Konflikt um den Klimaschutz in Deutschland offenbart ein tiefgreifendes Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Akteuren und ihren Handlungsweisen.

Interessen und Perspektiven

Es scheint, als halte die Politik oft an eigenen Interessen und überholten Strukturen fest, anstatt sich den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Dieser Mangel an Anpassungsfähigkeit und der Fokus auf Eigeninteressen verhindern eine notwendige Weiterentwicklung auf Augenhöhe und im Respekt gegenüber dem Gemeinwohl.
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) zeigt beim Thema Klimapolitik eine komplexe Haltung. Einerseits erkennt der Verband die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Energiewende an und fördert diese Themen aktiv, wie etwa beim „Zukunftstag Mittelstand 2024“. Andererseits betont der BVMW die Bedeutung einer wirtschaftsfreundlichen Umsetzung, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Mittelstands nicht gefährdet​​. Diese Balance zwischen ökologischer Verantwortung und ökonomischer Vernunft prägt die Position des BVMW in der Klimadebatte.

Protest und Reaktion

Die Klimaproteste und der zivile Ungehorsam werden oft als Gesetzesübertretungen dargestellt, sind es auch und mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt. Dies lenkt jedoch von den eigentlichen Ursachen der Proteste ab und stigmatisiert die Aktivisten, anstatt ihre Anliegen ernsthaft zu prüfen. Diese Reaktion zeigt ein Paradox: Statt zu lernen und sich weiterzuentwickeln, wird die Fehlertoleranz und Bereitschaft zur Selbstreflexion vernachlässigt.

Lernkurve – gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel

Eine fehlertolerante Gesellschaft würde es ermöglichen, aus Fehlern zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Viele Bürger sind bereit, diesen Lernprozess mitzugehen, da sie verstehen, dass die Welt und die notwendigen Maßnahmen sich schnell ändern. Es ist wichtig, anzuerkennen, dass wir nicht immer die richtigen Antworten haben und dass Fehler ein natürlicher Bestandteil des Lernprozesses sind. Nachhaltigkeit kann allerdings auch ein Wettbewerbsvorteil werden, wenn wir z.B. den Green Deal der EU wirklich aufnehmen und #einfachmachen.

Selbstwirksame Entwicklung für die Zukunft

Für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist es entscheidend, dass sowohl die Regierung, die Wirtschaft als auch die Gesellschaft eine Kultur der Fehlertoleranz und des gemeinsamen Lernens entwickeln. Eine selbstwirksame Entwicklung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, aus Fehlern zu lernen und bereit zu sein, kontinuierlich neu zu denken. Dies würde nicht nur das Vertrauen der Bürger stärken, sondern auch zu einer effektiveren und kohärenteren Klimapolitik führen.

Insgesamt zeigt der Blick von außen auf die Politik, Wirtschaft und Regierung, dass ein Wandel in der Haltung, Zielen und im Umgang mit Fehlern notwendig ist. Durch eine ehrliche Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern und eine lernbereite Haltung können wir gemeinsam eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft gestalten.

Quellen:

**) Bild zeigt Klimakleber auf der linken Seite, die sich aus Protest auf die Straße kleben, und auf der rechten Seite Politiker mit Dokumenten, die „SDG 2030“ und „Internationale Verpflichtungen“ markieren. Der Hintergrund veranschaulicht die globale Klimakrise mit Umweltsymbolen und einem Globus. Die Szene illustriert das Paradox und die Spannung zwischen den drastischen Maßnahmen der Aktivisten und den unzureichenden Handlungen der Politiker in einer deutschen Stadt. [Prompt erstellt von Georg Eck, unter Einsatz von chatGPT40 und umgesetzt mit der Technologie von FireFly.]


Verfasser: Georg Eck mit Unterstützung durch die Technologien von chatGPT40, Smart Information Agent und Firefly.

Mut zur Transformation: Wegbereiter einer ethisch-nachhaltig Zukunft – ein Blick zurück und nach vorn

Bild: Created by AI Adobe Firefly, Georg Eck – Thema: “Mut und Teamwork sind entscheidend …”**)

17. Dezember 2023 – Einführung. Wir stehen am Scheideweg der Geschichte, konfrontiert mit Herausforderungen, die unsere tiefste Aufmerksamkeit und kühnste Kreativität erfordern. Es ist eine Zeit, in der wir über den Tellerrand des Bestehenden hinausschauen müssen, um eine umfassende und nachhaltige Digitalisierung in unserer Wirtschaft voranzutreiben. Zugleich streben wir danach, aktiv die Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) zu unterstützen, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Dabei dürfen wir einen kritischen Faktor nicht außer Acht lassen: die Bildung.

Die Bildung ist das Herzstück des Wandels, den wir uns für eine blühende Zukunft ersehnen. In einer immer komplexer werdenden Welt brauchen wir Menschen, die bereit sind, neue Denkwege zu beschreiten, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu entwickeln, die sowohl ökonomisch als auch ethisch-nachhaltig sind. Lasst uns gemeinsam erkunden, wie Bildung und lebenslanges Lernen nicht nur Schlüsselkomponenten, sondern grundlegende Pfeiler für einen erfolgreichen Wandel sein können.


Historischer Wandel. Vor etwa 300 Jahren durchliefen wir einen tiefgreifenden Wandel: den Übergang von einer religiös geprägten zu einer ökonomisch-technischen Führung. Dieser Paradigmenwechsel brachte viele positive Entwicklungen mit sich, aber heute sehen wir auch, dass er zu Problemen geführt hat, die wir noch zu lösen haben. Wir stehen vor immensen Herausforderungen, die uns manchmal unlösbar erscheinen.

Laufende Transformationen. Wie damals, so nehmen auch die heutigen Transformationen Zeit in Anspruch, doch sie vollziehen sich mit einer beispiellosen Geschwindigkeit. In unserem Wohlstand laufen wir Gefahr, notwendige Veränderungen nicht zu erkennen, da unser Gehirn dazu neigt, am Status quo festzuhalten. Die drängende Frage lautet: Wie können wir unsere Denkweise, unsere „Gehirn-Programmierung“, ändern? Sind wir bereits auf dem Weg zu einem digitalen und nachhaltigen Mindset?

Unsere Programmierung ändern. Neurowissenschaftler unterstreichen, dass echte Veränderung nur dann möglich ist, wenn wir die direkten Konsequenzen unseres Handelns oder Nicht-Handelns wahrnehmen. Ohne diese Erkenntnis bleiben wir oft in unseren gewohnten Mustern verhaftet, da unser Gehirn Energie sparen möchte. Eine echte Transformation erfordert daher mehr als nur oberflächliche Veränderungen.

Bausteine einer erfolgreichen Transformation

  1. Partizipation und Einbeziehung: Jeder Beteiligte sollte aktiv am Veränderungsprozess teilnehmen und externe Organisationen einbezogen werden.
  2. Bewusstseinsbildung: Sowohl interne als auch externe Informationen sind entscheidend, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Wandels zu schärfen.
  3. Transparente Kommunikation: Klarheit und Offenheit in der Kommunikation sind unerlässlich, um Vertrauen aufzubauen und eine gemeinsame Vision zu entwickeln.
  4. Messbare Ergebnisse und Reflexion: Die Transformation muss anhand messbarer Ergebnisse bewertet und offen reflektiert werden, um daraus weitere Schritte abzuleiten.
  5. Mut: Ein oft übersehener, aber entscheidender Faktor, der das Entfalten des Potenzials und unkonventionelle Maßnahmen ermöglicht.

Die Rolle der Freiheit im Denken. Die Freiheit des Denkens ist ein leuchtender Leitstern auf unserem Weg zur Transformation. Sie ermutigt uns, überkommene Strukturen zu hinterfragen und neue, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Diese Freiheit ermöglicht es uns, das menschliche Potenzial voll auszuschöpfen und unsere Gesellschaft sowie Wirtschaft mutig und innovativ umzugestalten.

Betrachten wir beispielsweise die Bildung: Eine Umgestaltung überholter, bürokratischer Strukturen, wie der Kultusministerkonferenz, schafft Raum für frische und innovative Veränderungen. In der Wirtschaft bedeutet dies, dass Unternehmen sich nicht mehr nur auf die Führungskraft des CEOs verlassen, sondern Teams einbeziehen, um radikale, positive Veränderungen voranzutreiben (beispielsweise Bill Anderson bei BASF im Handelsblatt).

Maja Göpel, eine renommierte Transformationsforscherin, bringt es auf den Punkt: „Veränderung geht nur als Gemeinschaftswerk.“

Die Forderung nach Umgang mit Unbekanntem. Wir leben in einer Welt, die zunehmend von Komplexität und Unsicherheit geprägt ist. Dies erfordert die Entwicklung neuer Kompetenzen im Umgang mit dem Unbekannten, nicht nur in der Bildung, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft. Wir müssen neue Denk- und Lernstrategien entwickeln, um zukünftige Generationen auf eine sich ständig verändernde Welt vorzubereiten und in der Wirtschaft gemeinsam die besten Lösungen zu finden.

Die Bedeutung von Fehlerkultur und strategischem Teamarbeiten. Eine positive Fehlerkultur und strategisches Teamarbeiten sind wesentliche Säulen einer erfolgreichen Transformation. Sie ermutigen zum Experimentieren, Forschen und bieten den Freiraum für kreatives Denken. Dies sollte bereits in der Grundschule beginnen und durch innovative Lernformate wie den „Frei Day“ von Schule-im-Aufbruch gefördert werden, um eine nachhaltige Bildungsentwicklung zu ermöglichen.

Mut. Mut ist mehr als nur ein Wort – es ist eine Haltung, die uns dazu befähigt, überholte Gewohnheiten zu überwinden und neue Pfade des Lernens und Handelns zu beschreiten. Mut aktiviert unser Gehirn in einer Weise, die es uns ermöglicht, von alten, eingefahrenen Verhaltensweisen zu lernen und diese zu korrigieren.

Bild: Original + AI „Künstliche Intelligenz als tiefgreifender Moment der Selbsterkenntnis und existenziellen Reflexion“
©Anne* × DALL·E: Human & AI Dezember 2023, Georg Eck

Herausforderungen im Jetzt. Heute stehen wir vor Führungskräften in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, die die Notwendigkeit tiefgreifender Transformationen möglicherweise noch nicht vollständig erkannt haben. Dies birgt das Risiko, dass wir in die Falle technologischer Abhängigkeiten tappen, anstatt Mensch und Natur in den Mittelpunkt unserer Überlegungen zu stellen.

KI und Digitalisierung in der Wirtschaft und Bildung. Die rasante Entwicklung von KI und Digitalisierung in den letzten Jahren hat unsere Welt verändert. Als Experten in Kommunikation und Digitalisierung erkennen wir, dass eine multidimensionale Herangehensweise erforderlich ist. Wir müssen vom Ende her denken und eine ganzheitliche Umsetzung anstreben, die alle Beteiligten einbezieht und Potenziale voll ausschöpft.

Fazit. Wir stehen am Anfang einer „Ära der Nachhaltigkeit und Humanität“, eines ethisch-nachhaltig Paradigmenwechsels. Dieser Wandel erfordert Mut, alte Denkmuster zu überwinden und nachhaltige Lösungen zu suchen. Es ist an der Zeit, gemeinsam eine positive und nachhaltige Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur im Einklang existieren. Unsere Entscheidungen und Handlungen heute formen den Weg in diese neue Ära. Lassen Sie uns gemeinsam diesen mutigen Schritt in eine lebenswerte Zukunft wagen.


*) Meine Tochter Anne, eine inspirierte Künstlerin aus Wien, hat eine Serie zum Thema ‚Mut‘ in fesselndem Orange entworfen, welche die Kraft des Mutes in unserer Lebensgestaltung betont. In Anlehnung an ihre Kunst und den Wunsch, „Künstliche Intelligenz in den Dialog über Selbsterkenntnis und existenzielle Reflexion“ einzubeziehen, entstand durch DALL-E dieses Bild (Ausschnitt) [Quelle: https://www.anneeck.com/#kunst].

**) Mut und Teamwork sind entscheidend für die Transformation von einer wirtschaftlich-technischen Welt zu einem nachhaltig-humanistischen Konzept. Diese Veränderung zielt darauf ab, eine Welt zu gestalten, in der Erfolg und Technologie, wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, harmonisch mit Menschen und Natur koexistieren und so eine lebenswerte Zukunft für alle schaffen. [Prompt erstellt von Georg Eck, unter Einsatz von chatGPT und umgesetzt mit der Technologie von FireFly.]


Verfasser: Georg Eck, mit wertvollen Beiträgen aus Wirtschaft und Bildung sowie mit Unterstützung durch die Technologien von chatGPT und Firefly.

Digitaler Wandel ohne Kulturwandel funktioniert nicht

Oktober 2022 – Franz Neumeyer, Coach für Unternehmen im Wandel und Georg Eck, Coach für digitale Informationsstrategien trafen sich in Bad Tölz, um einen Podcast über ganzheitliche Ansätze der digitalen Transformation und der Kulturarbeit im Unternehmen aufzunehmen.

Podcast: Digitaler Wandel ohne Kulturwandel funktioniert nicht
Franz Neumeyer – Wege im Wandel [Link] oder via Spotify [Link].

Was versteht man unter Unternehmenskultur?

Gemeinsame Werte, Normen und Einstellungen beeinflussen das Handeln und die Entscheidungen der einzelnen Personen innerhalb des Unternehmens. Ziele, Führungsstil und die Art der Beziehung zu Kunden, Lieferanten und zwischen Mitarbeitenden ist aus Ausdruck einer Kultur.

Unternehmerische Entscheidungen, wie die Digitalisierungsstrategie, wirken immer auf die Unternehmenskultur zurück. Daher muss diese gelebte Kultur des Unternehmens immer mitgedacht werden. Zumal weitere Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und die Beachtung der Nachhaltigkeit ebenfalls Einfluss auf die Strategie haben.

Warum ist Nachhaltigkeit ein Thema?

Wir kennen die sogenannten Global Goals – die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) auf die sich die Weltgemeinschaft von min. 190 Staaaten geeinigt haben.

Die Digitale Transformation ist Antreiber für mehr Nachhaltigkeit. Beispielsweise intelligente Sensoren benötigen nicht nur weniger Energie, sie liefern heute auch in Echtzeit Daten, um insgesamt eine bessere Energiebilanz zu erreichen und den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Vernetzte Systeme und die Menge der Daten verlangen vielleicht Künstliche Intelligenz (KI) – ein Teilaspekt der Digitalisierungsstrategie.

KI wird immer wichtiger

Die Einsatzmöglichkeiten solcher KI-Systeme sind ungeheuer groß und den meisten Menschen gar nicht bewusst. KI ist in der Lage, Informationen aus Daten zu ziehen, die ein Mensch niemals erfassen könnte.

Künstliche Intelligenz wird verschiedenste Prozesse vereinfachen, in die heute noch Menschen eingebunden sind. Sie wird den Menschen entlasten und es ihm ermöglichen, die wertvolle Zeit anderweitig für Aufgaben zu nutzen, für die Digitalisierung (noch) nicht eingesetzt werden kann. Die Tragweite der Auswirkungen auf die Unternehmenskultur wird beträchtlich sein, allerdings darf KI nicht zum Selbstzweck werden, nur weil es eben in aller Munde ist.

Technik ist nur das Werkzeug Herausforderungen und Ziele menschenzentriert, wie wir sagen – vom-Ende-her zu planen und zu lösen.

Wie soll man das Verhältnis von Unternehmenskultur und Strategie beschreiben?[1]

Hier hat der Ökonom Peter Drucker* einen Satz geprägt, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:

„Culture eats strategy for breakfast.“

Daraus leiten wir die Anforderung ab, dass Digitalisierung als Strategie die Unternehmenskultur nicht unterschätzen darf. Die Kultur eines Unternehmens – gilt auch in Verwaltung und in Bildung – kann man verändern, aber nur sehr behutsam und vor allem unter der Berücksichtigung der Faktoren, die für die Unternehmenskultur entscheidend sind (vgl. dazu auch den Blogbeitrag von Michael Rasche: Unternehmenskultur: das Spiel über Bande [Link].

Wenn man die Unternehmenskultur nicht berücksichtigt und eine strategische Entscheidung trifft, dann wird diese Entscheidung in den Bereichen keine Chance haben, in denen sie der aktuellen vorherrschenden Unternehmenskultur nicht entspricht.

Wenn die Digitalisierungsstrategie also zusammen mit dem Wandel der Kultur umgesetzt wird, dann steigen die Erfolgschancen auf eine Zielerreichung erheblich, „sonst wird sie bereits zum Frühstück verspeist.

Kultur kann nicht befohlen werden

Kultur wird von vielen Faktoren geprägt und kann auch mit deren Hilfe beeinflusst werden. Eine der ersten Aufgaben ist es daher, genau dorthin zu sehen, wo die Änderungen stattfinden, Interviews mit den Beteiligten zu machen und die Zielgruppen und deren Bedürfnisse genau zu analysieren.

Entweder in Phasen oder Schritten werden die digitalen und kulturellen Veränderungen mit allen Beteiligten geplant. Ganz wichtig ist der Unternehmer, er lebt die Kultur und hat auch die Gesamtverantwortung.

Es geht nicht darum hierarchische Strukturen oder Befehlsketten durchzusetzen, sondern am runden Tisch auf Augenhöhe, die Ziele gemeinsam zu erarbeiten und zu definieren, dann ist es ein wertvolles Commitment – hier unterstützen wir und begleiten die Prozesse.

Mut zum Wandel

Wir stehen Ihnen jederzeit für Fragen, Einzelgespräche, Coaching und Begleitung der gesamten Digitalen Transformation zur Verfügung.

Ein runder Tisch mit allen Beteiligten braucht Mut und führt zu einem NEU DENKEN – „Innovation durch Potentialentfaltung.“

*) Peter Drucker (1909 – 2005), ursprünglich Österreicher und als Jude in den 30er-Jahren in die USA emigriert, gilt als einer der bedeutendsten Managementdenker des letzten Jahrhunderts.

[1] Buch: Digitialisierung und die Macht der Daten, ISBN: 978-3-7557-6414-4
Verlag BoD [Link]