Oder: Warum wir immer noch bremsen, obwohl die Kurve längst da ist.
Mindset Change.
Viele sehen darin keine Notwendigkeit.
Manche lehnen es als Blödsinn ab.
„Brauchen wir nicht.“
„Haben wir schon immer so gemacht.“
Und ehrlich gesagt: Das überrascht nicht. Gefühlt gehören rund 90 % genau zu dieser Gruppe. Es gibt keine Statistik für ein „altes Mindset“ – aber zahlreiche Studien zeigen: Je höher Verantwortung, Absicherung und Systembindung, desto geringer die Bereitschaft, Denkmodelle grundlegend zu hinterfragen.
Wir sind schon lange auf der Erde, gut eingefahren – wie ein Fahrrad, das seit Jahrzehnten dieselben Wege fährt. Stabil, vertraut, zuverlässig. Warum also etwas ändern?
Das Problem: Die Welt ist weitergefahren
Aus einer anderen Perspektive wird allerdings deutlich:
Entscheidungen werden immer langsamer, Anforderungen immer komplexer.
Viele der Systeme, auf denen wir heute noch arbeiten – ERP-Systeme, CMS, Microsoft, Adobe – stammen im Kern aus den 1990er-Jahren.
Wir versuchen also, eine hochvernetzte, dynamische Welt mit Denkmodellen und Werkzeugen zu steuern, die aus einer Zeit kommen, in der das Faxgerät als Innovation galt.
Das funktioniert eine Weile.
Dann kracht es.
Zusammenarbeit hat sich längst geändert – nur unser Denken nicht
Arbeit funktioniert heute nur noch gemeinsam.
Interdisziplinär. Vernetzt. Auf Augenhöhe.
Und trotzdem ringen wir täglich mit denselben Fragen:
- Wie arbeitet man wirklich wertschätzend zusammen?
- Wie kommt man aus dem eigenen Egotrip heraus – „Ich weiß es besser“?
- Wie lässt man andere Meinungen zu?
- Wie baut man kollektive Verantwortung auf – vielleicht sogar im Sinne einer Genossenschaft?
Spannend ist: Wir wissen längst, dass es funktioniert.
Schulen zeigen es uns. Lernformate wie der Frei Day machen sichtbar, was passiert, wenn Selbstwirksamkeit, Verantwortung und eigenes Lernen erlaubt sind: Motivation steigt, Lernen wird relevant, Menschen übernehmen Verantwortung.
Was nicht mehr funktioniert:
Alles vorzugeben – so wie bei Maschinenbedienern zu Beginn des letzten Jahrhunderts.
Und trotzdem:
- Wir haben das Schulsystem kaum verändert
- Potenzialentfaltung ist in der Wirtschaft eher ein Schlagwort als Realität
- Flache Hierarchien stehen auf Folien, nicht im Alltag
Alle wissen, dass wir es brauchen.
Kaum jemand weiß, wie man es lernt.
Mindset Change ist lernbar – wenn man ihn wirklich zulässt
Die gute Nachricht ist: Mindset Change ist kein Zufall und kein Talent, sondern lernbar. Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, wie Selbstwirksamkeit, Verantwortung und gemeinsames Lernen entstehen, findet seit Jahren fundierte Praxis bei der Akademie für Potentialentfaltung.
Dort wird erforscht und erprobt, wie Menschen – in Schulen, Organisationen und ganzen Systemen – aus alten Mustern aussteigen und neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln können. Nicht über Vorgaben, sondern über Vertrauen, Beziehung und Verantwortung. Genau diese Fähigkeiten fehlen uns heute in Politik, Wirtschaft und Bildung am meisten.
→ https://akademiefuerpotentialentfaltung.org/
Mindset Change kann man lernen – und sogar testen
Wer nicht nur darüber lesen, sondern den eigenen Mindset Change konkret erleben oder überprüfen möchte, findet mit mit One Stop Transformation einen praxisnahen Einstieg.
Dort lässt sich testen, wo man selbst – oder die eigene Organisation – im Veränderungsprozess steht. Nicht theoretisch, sondern entlang realer Transformationsfähigkeit. Genau das fehlt oft zwischen Erkenntnis und Umsetzung.
Politik als Spiegel – der Mindset-Unfall
Ein Blick in die Politik reicht, um zu verstehen, was passiert, wenn alte Denkweisen dominieren.
Die jüngsten Entscheidungen rund um den Rentenpakt – insbesondere innerhalb der CDU/CSU – wirkten wie ein politischer Unfall.
Die Junge Union, nicht gerade bekannt als radikal progressiv, liberal oder als Treiber von Innovation und Wachstum, wollte laut dagegen stimmen. Eigentlich konsequent. Und dann?
Einige fielen zurück in alte Muster. In alte Denkweisen. In vertraute Reflexe.
Was wir hier sehen, ist kein Einzelfall.
Es ist ein Spiegelbild dessen, was in Politik, Wirtschaft und Bildung gleichzeitig passiert.
Die Verharrungskräfte sind größer als der Mut, neu zu denken.
Seit 2010 nicht verstanden, was passiert ist
Die Welt hat sich gravierend verändert.
Wir auch.
Aber wir reagieren, als wäre nichts passiert.
Wir schimpfen über Klimamaßnahmen, statt sie als wirtschaftliche Chance zu begreifen.
Unternehmer schimpfen über Bürokratie (ja, sie ist zu viel), Fachkräftemangel (der weiter wächst) oder Energiekosten – obwohl diese mit anderem Denken und neuen Modellen deutlich günstiger sein könnten.
Verbände benennen diese Probleme oft sehr klar. Doch Kritik allein verändert keine Systeme.
Transformation entsteht nicht durch Kritik – sondern durch Handeln
Eine Transformation lässt sich nicht herbeikritisieren.
Auch Verbände bewegen nichts, wenn sie ausschließlich Missstände benennen. Veränderung entsteht erst dort, wo man selbst vorangeht – mit einem anderen Mindset, mit neuen Arbeitsweisen, mit konkretem Handeln.
Wenn Verbände zeigen, wie es besser geht, ziehen andere nach. Nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung.
Mindset Change beginnt nicht mit Appellen, sondern mit Vorbildern – auch und gerade im BVMW und ähnlichen Organisationen.
Was heißt das für die Politik?
Die aktuelle Regierung hat strategische Fehler sehr früh gemacht.
Aber auch strukturell wurde falsch gedacht: Wirtschaft, Arbeit und Nachhaltigkeit wurden getrennt behandelt – obwohl sie zusammengehören.
Genau das wurde kritisiert. Paradox ist: Der Gedanke war richtig.
Ähnlich bei den populistischen Angriffen auf E-Auto und Wärmepumpe. Auch das sind politische Unfälle. Denn beide Konzepte sind technisch und systemisch korrekt. Das Problem liegt nicht in der Idee, sondern im Mindset, mit dem wir darüber sprechen.
Was passiert, wenn wir jetzt nichts tun?
Dann werden wir langsamer.
Defensiver.
Und wir verwechseln Verwalten mit Gestalten.
Wir werden zu Mangelverwaltern in einer Welt, die Gestalter braucht.
Und was wäre die Alternative?
Mut.
Gemeinsam.
Jetzt.
Wenn wir den Mindset Change auf allen Ebenen beschleunigen – in Bildung, Wirtschaft und Politik – dann verlassen wir den Zustand des Reagierens und werden wieder das, was wir sein könnten: Zukunftsgestalter.
🎄 Frohe Weihnachten – vielleicht eine gute Zeit zum Nachdenken.
🚀 Im Januar dann bitte mit Mut handeln.
Ich wünsche einen guten Start ins neue Jahr.
