Was macht uns glücklich – und was brauchen wir 2025?

Bild: Created by OpenAI Dall-E, Georg Eck – Thema: “Was macht uns glücklich – und was brauchen wir 2025?“

1. Januar 2025 – Was macht uns glücklich? Diese Frage begleitet uns seit Jahrhunderten und bleibt doch so individuell wie wir selbst. Laut Andrew Jebb von der Purdue University liegt die „Lebenszufriedenheit“ global betrachtet bei einem Jahreseinkommen von etwa 81.000 Euro – natürlich abhängig von Land und Lebensstandard. In Deutschland sollen es 76.000 Euro sein (im Focus-Artikel nachzulesen). Doch Glück ist mehr als finanzielle Sicherheit. Es hängt davon ab, wie wir unser Leben gestalten, wie wir uns mit anderen verbunden fühlen und wie wir unsere Werte in die Welt einbringen.

Ein inspirierendes Beispiel ist Dänemark, das oft als das glücklichste Land der Welt gilt (wissenschaft.de). 2025 wollen wir als Familie „Hygge“ erleben – Gemütlichkeit, Zusammengehörigkeit und das Schätzen kleiner Momente. Doch Dänemark glänzt auch in anderen Bereichen: In der Digitalisierung liegt es auf Platz 2 der EU-Länder, Deutschland auf Platz 13. Beim Anteil der E-Autos steht Dänemark auf Platz 1, Deutschland auf Platz 5. Was können wir von diesem Ansatz lernen, um Lebensfreude und Fortschritt auch bei uns zu fördern?

Co-Kreation und Verbundenheit: Die Basis für Resilienz

Die Antwort auf viele Probleme liegt in der Verbundenheit. Menschen möchten spüren, dass sie Teil eines größeren Ganzen sind. Co-Kreativität – das gemeinsame Entwickeln von Lösungen – entsteht, wenn wir Polarisierung hinter uns lassen und echte Zusammenarbeit fördern.

Zwei Beispiele zeigen, wie Verbundenheit unser Leben bereichern kann:

  1. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs):
    Diese globalen Leitplanken der UNESCO, der Staatengemeinschaft der Vereinten Nationen schaffen eine gerechtere und nachhaltigere Welt. Sie bieten eine Plattform für Veränderung, die Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen einbindet. Sie schaffen Arbeitsplätze, fördern Innovation und zeigen, wie die Zukunft aktiv gestaltet werden kann.
  2. Die Unverrückbarkeit von Grenzen seit dem Zweiten Weltkrieg:
    Frieden, Respekt und Zusammenarbeit – diese Prinzipien basieren auf dem Völkerrecht der Vereinten Nationen, das den Schutz der Grenzen weltweit stärkt. Dieses Abkommen erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Stabilität und Zusammenarbeit auch in unsicheren Zeiten zu bewahren. Vielleicht ist es an der Zeit, diese Werte noch weiter zu denken: Eine Welt, in der Grenzen, Menschen, Tiere und Natur gleichermaßen geachtet werden.

Bildung und Technologie: Die Schlüssel zur Zukunft

Bildung ist der Hebel, der alles bewegt. Sie muss endlich in den Mittelpunkt rücken – nicht nur in Wahlprogrammen, sondern in unserem Alltag. Wir brauchen Menschen, die kritisch denken, global vernetzt handeln und mutig neue Wege gehen. Bildung eröffnet Chancen und ebnet den Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Auch Technologie bietet enorme Potenziale. Klare Regeln wie der Green Deal, der auf eine zirkuläre Wirtschaft und Klimaneutralität abzielt, der EU AI Act und Cyber Resilience Act sind unverzichtbar, um Vertrauen zu schaffen und Technologien in Bahnen zu lenken, die ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig sind. Diese Leitplanken schaffen nicht nur Sicherheit, sondern auch Innovationsräume, in denen zukunftsfähige Lösungen entstehen können.

Mit Initiativen wie unserer Akademie und unserem Konsortium setzen wir darauf, Technologie für alle zugänglich zu machen. Unser Ziel: Menschen befähigen, neue Technologien zu verstehen, sie aktiv mitzugestalten und dabei Verantwortung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu übernehmen. Digitalisierung wird uns nicht nur effizienter machen, sondern auch den Fachkräftemangel entschärfen und Veränderungsprozesse beschleunigen. Gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern!

Evolution statt Revolution: Gemeinsam gewinnen

Veränderung beginnt nicht mit einem Knall, sondern mit Entschlossenheit und Teamgeist. Menschen sehnen sich nach Gerechtigkeit – nach einer Welt, in der ihre Stimme zählt. Doch diese Gerechtigkeit braucht sichtbare, konkrete Taten, um Vertrauen zu schaffen.

Ein Blick nach China zeigt, dass es in vielerlei Hinsicht kritisch betrachtet werden kann, aber auch, wie schnell Wandel möglich ist. Während in Deutschland 2024 etwa 2.000 Elektrobusse unterwegs sein werden, fährt allein in Shenzhen eine Flotte von 17.000 rein elektrischen Bussen. Dieses Beispiel zeigt: Wenn Visionen und konkrete Maßnahmen Hand in Hand gehen, können enorme Fortschritte erzielt werden – unabhängig von Hürden oder Vorurteilen.

Dabei spielt auch die Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Sie wird nicht verschwinden – im Gegenteil, sie ist der Motor für Veränderung. Ein starkes, gesamtgesellschaftliches digitales Mindset ist entscheidend, um diese Chance zu nutzen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz können den Fachkräftemangel abmildern, Veränderungsprozesse beschleunigen und uns nachhaltiger sowie ressourcenschonender machen. Jetzt ist der Moment, diese Potenziale durch Bildung und Zusammenarbeit voll auszuschöpfen.

Fazit: Gemeinsam Chancen nutzen

Glück entsteht durch Verbundenheit, Bildung, lebenslanges Lernen und mutige Entscheidungen. Wenn wir 2025 glücklicher sein wollen, sollten wir uns darauf konzentrieren, was uns eint: weniger Polarisierung, mehr Zusammenarbeit und klare Schritte für nachhaltige Lösungen. Es ist entscheidend, gelingende Projekte und Maßnahmen sichtbar zu machen, um zu zeigen, dass Wandel möglich ist – und um andere zu inspirieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Die konsequente Umsetzung der SDGs, die Förderung von Co-Kreativität und ein digitaler Wandel, der alle mitnimmt, können uns helfen, die Jahre des Stillstands hinter uns zu lassen. Aber dafür braucht es nicht nur Träume – es braucht Taten. Jetzt.

Was wollen wir 2025 erreichen? Lass uns die Zukunft gestalten! Die Möglichkeiten sind da – du musst nur den ersten Schritt machen. Mach mit, und andere werden folgen. Gemeinsam schaffen wir Großes!

Digitaler Wandel ohne Kulturwandel funktioniert nicht

Oktober 2022 – Franz Neumeyer, Coach für Unternehmen im Wandel und Georg Eck, Coach für digitale Informationsstrategien trafen sich in Bad Tölz, um einen Podcast über ganzheitliche Ansätze der digitalen Transformation und der Kulturarbeit im Unternehmen aufzunehmen.

Podcast: Digitaler Wandel ohne Kulturwandel funktioniert nicht
Franz Neumeyer – Wege im Wandel [Link] oder via Spotify [Link].

Was versteht man unter Unternehmenskultur?

Gemeinsame Werte, Normen und Einstellungen beeinflussen das Handeln und die Entscheidungen der einzelnen Personen innerhalb des Unternehmens. Ziele, Führungsstil und die Art der Beziehung zu Kunden, Lieferanten und zwischen Mitarbeitenden ist aus Ausdruck einer Kultur.

Unternehmerische Entscheidungen, wie die Digitalisierungsstrategie, wirken immer auf die Unternehmenskultur zurück. Daher muss diese gelebte Kultur des Unternehmens immer mitgedacht werden. Zumal weitere Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und die Beachtung der Nachhaltigkeit ebenfalls Einfluss auf die Strategie haben.

Warum ist Nachhaltigkeit ein Thema?

Wir kennen die sogenannten Global Goals – die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) auf die sich die Weltgemeinschaft von min. 190 Staaaten geeinigt haben.

Die Digitale Transformation ist Antreiber für mehr Nachhaltigkeit. Beispielsweise intelligente Sensoren benötigen nicht nur weniger Energie, sie liefern heute auch in Echtzeit Daten, um insgesamt eine bessere Energiebilanz zu erreichen und den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Vernetzte Systeme und die Menge der Daten verlangen vielleicht Künstliche Intelligenz (KI) – ein Teilaspekt der Digitalisierungsstrategie.

KI wird immer wichtiger

Die Einsatzmöglichkeiten solcher KI-Systeme sind ungeheuer groß und den meisten Menschen gar nicht bewusst. KI ist in der Lage, Informationen aus Daten zu ziehen, die ein Mensch niemals erfassen könnte.

Künstliche Intelligenz wird verschiedenste Prozesse vereinfachen, in die heute noch Menschen eingebunden sind. Sie wird den Menschen entlasten und es ihm ermöglichen, die wertvolle Zeit anderweitig für Aufgaben zu nutzen, für die Digitalisierung (noch) nicht eingesetzt werden kann. Die Tragweite der Auswirkungen auf die Unternehmenskultur wird beträchtlich sein, allerdings darf KI nicht zum Selbstzweck werden, nur weil es eben in aller Munde ist.

Technik ist nur das Werkzeug Herausforderungen und Ziele menschenzentriert, wie wir sagen – vom-Ende-her zu planen und zu lösen.

Wie soll man das Verhältnis von Unternehmenskultur und Strategie beschreiben?[1]

Hier hat der Ökonom Peter Drucker* einen Satz geprägt, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:

„Culture eats strategy for breakfast.“

Daraus leiten wir die Anforderung ab, dass Digitalisierung als Strategie die Unternehmenskultur nicht unterschätzen darf. Die Kultur eines Unternehmens – gilt auch in Verwaltung und in Bildung – kann man verändern, aber nur sehr behutsam und vor allem unter der Berücksichtigung der Faktoren, die für die Unternehmenskultur entscheidend sind (vgl. dazu auch den Blogbeitrag von Michael Rasche: Unternehmenskultur: das Spiel über Bande [Link].

Wenn man die Unternehmenskultur nicht berücksichtigt und eine strategische Entscheidung trifft, dann wird diese Entscheidung in den Bereichen keine Chance haben, in denen sie der aktuellen vorherrschenden Unternehmenskultur nicht entspricht.

Wenn die Digitalisierungsstrategie also zusammen mit dem Wandel der Kultur umgesetzt wird, dann steigen die Erfolgschancen auf eine Zielerreichung erheblich, „sonst wird sie bereits zum Frühstück verspeist.

Kultur kann nicht befohlen werden

Kultur wird von vielen Faktoren geprägt und kann auch mit deren Hilfe beeinflusst werden. Eine der ersten Aufgaben ist es daher, genau dorthin zu sehen, wo die Änderungen stattfinden, Interviews mit den Beteiligten zu machen und die Zielgruppen und deren Bedürfnisse genau zu analysieren.

Entweder in Phasen oder Schritten werden die digitalen und kulturellen Veränderungen mit allen Beteiligten geplant. Ganz wichtig ist der Unternehmer, er lebt die Kultur und hat auch die Gesamtverantwortung.

Es geht nicht darum hierarchische Strukturen oder Befehlsketten durchzusetzen, sondern am runden Tisch auf Augenhöhe, die Ziele gemeinsam zu erarbeiten und zu definieren, dann ist es ein wertvolles Commitment – hier unterstützen wir und begleiten die Prozesse.

Mut zum Wandel

Wir stehen Ihnen jederzeit für Fragen, Einzelgespräche, Coaching und Begleitung der gesamten Digitalen Transformation zur Verfügung.

Ein runder Tisch mit allen Beteiligten braucht Mut und führt zu einem NEU DENKEN – „Innovation durch Potentialentfaltung.“

*) Peter Drucker (1909 – 2005), ursprünglich Österreicher und als Jude in den 30er-Jahren in die USA emigriert, gilt als einer der bedeutendsten Managementdenker des letzten Jahrhunderts.

[1] Buch: Digitialisierung und die Macht der Daten, ISBN: 978-3-7557-6414-4
Verlag BoD [Link]

Global Goals for sustainable Development | Zukunft braucht Werte

Gemeinsam für Nürnberg e.V“ hat eingeladen zum 7. Impulstag „Zukunft braucht Werte“ unter dem Motto „Bildung braucht Werte“. Es beginnt mit den Impulsvorträgen, weiter mit Workshops, abschließend im Plenum noch Mal die Ergebnisse vortragen und diskutieren. Zwischendurch gibt es genug Raum für Gespräche auf dem Markt der Möglichkeiten oder am Buffet.

Nach den Begrüßungen beginnt Prof. Dr.Bolsinger (Dekan an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften) über Werte, die Wissen schaffen. Welche sind das? Wie erkennen wir diese? Am Anfang seiner Ausführungen: Die Freiheit, unser größtes Gut, gefolgt von der Haltung und verschiedenen Werten bis zu einer Streitkultur. Es darf  gerne unterschiedliche Ansichten geben, dass ist etwas besonderes in unserer Kultur,  es bedeutet Freiheit, um bessere Lösungen zu finden, statt hinter Dogmen sich zu verstecken. Er spricht über die Zusammenarbeit mit einer indischen Hochschule und erzählt wie bewusst ihm dort unsere Freiheit geworden ist.

Auf seiner Hochschule wird es gepflegt, dass verschieden denkende an Prozessdiskussionen eingeladen werden, wenn es wo anders nur konform denkende sind oder Andersdenkende sogar ausgeladen werden.
Prof. Bolsinger präzisiert auch, dass  Potentialentfaltung nur gelingen kann, wenn wir auf Augenhöhe miteinander auf Basis von sichtbaren, gelebten Werten zusammenwirken und zeigt uns wie an der indischen Hochschule Werte und wie an seiner Hochschule in Würzburg (siehe Bild auf letzter Seite – Zusammenfassung von meinem Impulsvortrag) sichtbar gemacht werden.

Was sagt eigentlich die Bayerische Verfassung* über Bildung aus? Wie können wir unseren Unterricht von der Grundschule an ausfüllen? Prof. Bolsinger erklärt, dass der Lehrplan nur ein Bestandteil ist und sieht es für eine wertvolle Freiheit an, dass Sie als Pädagogen, er als Professor (und ich als Lehrbeauftragter übrigens ebenso) davon Gebrauch machen, es sind unsere Vorstellungen mit denen wir unsere Studierenden mitnehmen, weil uns das niemand vorschreiben kann, wie wir die Inhalte vermitteln.

Wenn wir nun  überall in der Bildung auf Basis der Sustainable Goals unsere Schulen anstiften könnten, dann würden wir sofort WERTE, das ZUSAMMEN LEBEN, das HANDELN und das SEIN in den Mittelpunkt bekommen UND LERNEN WISSEN und KOMPETENZEN zu erlangen, die wichtigen VIER SÄULEN in der Bildung heute. Das sind meine Themen, die ich in meinem Impulsvortrag (Zusammenfassung) präzisiere.

*) Bayerische Verfassung Artikel 131:
(1) Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.

Danke Ben und Tobias vom Jenaplan-Gymnasium für Euer soziales Engagement und kompetente Diskussion mit den Teilnehmern.

Links:

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